Donnerstag, 16. August 2018

Studien

Touristen sind wichtige Zielgruppe für Kultureinrichtungen

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Der Deutschlandtourismus boomt und führt dazu, dass nicht nur die Destinationen bereist werden, sondern auch eine Vielzahl an Touristen in die Kultureinrichtungen zu strömen. Und der Anteil der touristischen Besucher ist in den vergangenen fünf Jahren angestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt die Kulturtourismusstudie, die auch in der aktuellen Ausgabe von Public Marketing thematisiert wird. Sie wurde vom Institut für Kulturmanagement der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg und der projekt 2508 GmbH, Bonn, jüngst veröffentlicht und hat den Stellenwert des Kulturtourismus und die Marketingaktivitäten untersucht.

So verzeichnen laut der Analyse 22 Prozent der Museen, Kulturerbestätten und Co. aktuell einen geschätzten Kulturtouristen-Anteil von 25 Prozent am gesamten Gästeaufkommen. Weitere 19,2 Prozent erfreuen sich über bis zu 50 Prozent Touristen. Jeweils 15,8 Prozent der Teilnehmer melden sogar bis zu 75 Prozent bzw. mehr als 75 Prozent touristischer Gäste. Nur eine geringe Anzahl – genauer gesagt 13 Prozent – gaben an, keine bzw. kaum touristische Besucher in ihren Räumlichkeiten zu begrüßen.

Für Dr. Yvonne Pröbstle, akademische Mitarbeiterin am Institut für Kulturmanagement und Geschäftsführerin der Stuttgarter Agentur Kulturgold, ist der Zusammenhang zwischen den Besucherstrukturen in Kultureinrichtungen und den Touristenströmen plausibel. "Untersuchungen zur kulturtouristischen Nachfrage zeigen längst, dass auf Reisen die Bereitschaft steigt, sich mit Kunst und Kultur zu beschäftigen und aus Nicht-Besuchern zumindest temporäre Besucher in den Reisedestinationen werden", schreibt sie in der Studie.

Eine Herausforderung sehen die Studien-Verantwortlichen jedoch in der Anwendung von Marketingmaßnahmen, um kulturinteressierte Reisende von ihren Angeboten zu begeistern. Denn in vielen Fällen werden traditionelle Instrumente wie Pressearbeit, Plakat- und Außenwerbung sowie das Schalten von Print-Anzeigen eingesetzt. Kommunikationsaktivitäten, die neue Medien erfordern, werden tendenziell weniger getätigt.

Eine große Chance sehen die Initiatoren der Kulturtourismusstudie unter anderem in Kooperationsmöglichkeiten untereinander aber auch zwischen Kultur- und Tourismusakteuren.

Die komplette Studie können Interessierte hier runterladen.



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() 11.05.2018


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