Sonntag, 17. Februar 2019

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Reiseland Deutschland weiterhin auf Rekordkurs

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Dr. Michael Frenzel, BTW-Präsident; Foto: BTW

Deutschlands Incoming-Tourismus vermeldet für das Jahr 2018 zum neunten Mal in Folge ein Rekordergebnis: Nach den jetzt vorliegenden vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes wurden von Januar bis Dezember 87,7 Millionen Ausländerübernachtungen in Beherbergungsbetrieben mit mindestens zehn Betten registriert. Das sind 3,8 Millionen internationale Übernachtungen mehr als im Vorjahr, ein Plus von fünf Prozent. Insgesamt verzeichneten die Beherbergungsbetriebe im vergangenen Jahr 477,6 Millionen Übernachtungen. Das sind vier Prozent mehr als 2017 und so viele wie nie zuvor.

Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT), erklärt dazu: „Mit plus fünf Prozent wächst der deutsche Incoming-Tourismus 2018 noch dynamischer als in den beiden Vorjahren mit plus 1,4 und plus 3,6 Prozent. Zu diesem ausgezeichneten Ergebnis haben zum einen günstige wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Stabilität in wichtigen Quellmärkten beigetragen. Zum anderen sehen wir darin eine Bestätigung dafür, dass wir unser weltweites Marketing gemeinsam mit unseren Partnern konsequent auf die aktuellen Herausforderungen der Digitalen Transformation ausrichten. Damit können wir noch effizienter und individueller Kundenbedürfnisse analysieren und mit unseren touristischen Partnern passende Angebote ausspielen."

Und der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) Dr. Michael Frenzel sagt: "Das Reiseziel Deutschland liegt bei in- und ausländischen Gästen weiter voll im Trend. Der Traumsommer machte besonders viel Lust auf Urlaub und Kurztrips in und nach Deutschland." Zudem habe die gute Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage ihren Teil dazu beigetragen, dass die große Reiselust der Bürger im vergangenen Jahr auch auf gut gefüllte Reisekassen getroffen sei. Garantien für weitere Traumsommer könne natürlich niemand geben. Das Gleiche gelte für die Fortsetzung des langjährigen Wirtschaftswachstums in Deutschland. "Die Politik hat es aber in der Hand, unsere Branche ein Stück 'wetterfester' gegenüber einer möglichen konjunkturellen Abkühlung zu machen", so Frenzel. "Dies wäre ein notwendiger und längst überfälliger Schritt. Denn schon in wirtschaftlich guten Zeiten spiegelt sich das touristische Wachstum zu wenig in den Erträgen der Unternehmen wider. Zahlreiche finanzielle und bürokratische Zusatzlasten und der harte und oft unter ungleichen Voraussetzungen stattfindende Wettbewerb spielen dabei eine zentrale Rolle." Er betont: "Wir erwarten, dass die nationale Tourismusstrategie einen Beitrag zur Verbesserung der Rahmenbedingungen leistet – und dass sie nicht zu lang auf sich warten lässt." Über die im Koalitionsvertrag geplante nationale Tourismusstrategie könnte die Bundesregierung unter anderem Infrastrukturinvestitionen, einen erleichterten Zugang zum Arbeitsmarkt für Fachkräfte aus dem Ausland und ein faires Regelwerk für die Digitalisierung vorantreiben, wie die vom BTW beauftragte DIWecon-Studie 'Ein wirtschaftspolitischer Beitrag zur nationalen Tourismusstrategie' zeigt. "Aber auch kurzfristig und unabhängig von der Tourismusstrategie gilt es, Weichen zu stellen: Bürokratiebelastungen der mittelstandsgeprägten Tourismusbranche müssen abgebaut, das Arbeitszeitgesetz flexibilisiert und finanzielle Nachteile wie Urlaubs- und Luftverkehrsteuer beseitigt werden, um die Branche mit ihren rund 3 Millionen Arbeitsplätzen krisenfest zu machen", so der BTW-Präsident.



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() 08.02.2019


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