30. Juli 2014

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Die Deutsche Forschungsgemeinschaft stellt "Förderatlas 2012" vor

Fördergelder für Forschungsprojekte haben im vergangenen Jahrzehnt erheblich an Bedeutung gewonnen. Der Wettbewerb um diese Drittmittel von Ministerien und Förderorganisationen wird zunehmend zu einem dominierenden Faktor in Wissenschaft und Forschung. Dies geht aus dem "Förderatlas 2012" hervor, den die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) am 24. Mai gemeinsam mit der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft in Berlin vorstellte.

Mit dem "DFG-Förderatlas" schreibt die Organisation ihr seit 1997 in fünf Ausgaben erschienenes "DFG-Förder-Ranking" unter neuem Namen fort. Inhaltlich und mit zahlreichen Tabellen, Grafiken und Karten auch visuell erweitert, will der Förderatlas Auskunft geben über die öffentliche Finanzierung der Forschung in Deutschland sowie die damit ermöglichten Forschungsprofile und -schwerpunkte.

Demnach sind die laufenden Grundmittel der Hochschulen zwischen 1998 und 2010 nur moderat angewachsen, nämlich von 12,6 auf 15,5 Milliarden Euro (23 Prozent). Die von den Hochschulen im Wettbewerb eingeworbenen Drittmittel stiegen dagegen um mehr als 100 Prozent von 2,5 auf über 5,3 Milliarden Euro an. Damit hat sich der Anteil der Drittmittel an der Gesamtfinanzierung in nur gut einem Jahrzehnt von 16 auf 26 Prozent erhöht.

Der größte Teil der inzwischen weit über 5 Milliarden Euro an Drittmitteln stammt dabei aus nur drei Quellen: der DFG mit ihren Förderprogrammen (darunter die Exzellenzcluster), dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und anderen forschungsfördernden Ministerien des Bundes sowie der Europäischen Union mit ihren Forschungsrahmenprogrammen und dem 2007 gegründeten European Research Council (ERC).

Um die Drittmittel konkurrieren immer mehr Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen: So hatten zwischen 1991 und 1995 89 Hochschulen Fördergelder bei der DFG eingeworben. Zwischen 2008 und 2010 waren es 186. Hinzu kommen aktuell 433 außeruniversitäre Einrichtungen, an denen mit Fördergeldern der DFG geforscht wird.

Bei den ebenfalls betrachteten Forschungsregionen konnte sich Berlin weiter verbessern und liegt mit insgesamt 631 Millionen Euro DFG-Fördergeldern nun deutlich an der Spitze. Auf Platz zwei folgt die Region München mit 586 Millionen Euro. Im letzten Förder-Ranking lagen München und Berlin noch gleich auf. Beide Regionen gründen ihre Stärke auch auf die dortigen außeruniversitären Forschungseinrichtungen und die gute Vernetzung der Universitäten mit diesen. Weitere forschungsstarke Regionen sind Aachen-Bonn-Köln, Hannover-Braunschweig-Göttingen, Rhein-Neckar und Rhein-Main.

Der komplette Förderatlas 2012 ist gemeinsam mit weiteren Materialien im Internet abrufbar: www.dfg.de/foerderatlas



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(am) 25.05.2012


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