19. Dezember 2014

News

Zu viel Inszenierung wirkt in Kunstmuseen kontraproduktiv

Gestalterische Tricks, beispielsweise Schriftzüge oder farblich akzentuierte Wände, lenken bei Ausstellungen vom eigentlichen Kunstwerk ab. Solche gestalterischen Kniffe werden zwar bei vielen Ausstellungen eingesetzt, lenken aber vom Kunstwerk eher ab, als zu fesseln. Generell hängt die Wahrnehmung von Kunstwerken insgesamt von der direkten Umgebung ab.

Zu diesem Schluss kommt eine Studie zur Rezeption von Kunstwerken durch Museumsbesucher, die dem Kunstmagazin aus dem "Zeit Kunstverlag" "Weltkunst" vorliegt. Sie heißt "eMotion" und wurde von Martin Tröndle, Kulturwissenschaftler der Zeppelin Universität Friedrichshafen, mithilfe einer Trackingtechnik mit 500 Museumsbesuchern in St. Gallen durchgeführt. Unter anderem maß er Herzschlag und Hautleitfähigkeit (z. B. feuchte Hände).

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Die "messbar erhöhte physische und psychische Aktivität der Besucher beginnt erst, wenn sie eine erkennbare Schwelle zur Ausstellung übertreten haben". Dies spreche dafür, Exponate wirklich nur in den Ausstellungsräumen zu zeigen.



zurück

(am) 02.07.2012


Druckansicht

Artikel empfehlen »



Newsletter

Hier können Sie den Public Marketing Newsletter abonnieren.

Aktuelles Heft





Weitere Publikationen
des Verlages - hier klicken