Freitag, 18. Oktober 2019

Studien

Tourismus im Osten wächst langsamer als im Westen

%%%Tourismus im Osten wächst langsamer als im Westen%%%
In den vergangenen zehn Jahren hat die Anzahl der touristischen Übernachtungen in den neuen Bundesländern weniger stark zugenommen als im früheren Bundesgebiet (jeweils ohne Berlin). Laut dem Statistische Bundesamt (Destatis) stieg die Zahl der Übernachtungen in Hotels, Pensionen und anderen Übernachtungsbetrieben in den neuen Bundesländern von 2008 bis 2018 um 18 Prozent auf 82,6 Millionen. Im früheren Bundesgebiet erhöhte sie sich im gleichen Zeitraum um 29 Prozent auf 362,5 Millionen. Im vereinten Deutschland gab es im Jahr 2018 - inklusive Berlin - rund 478 Millionen touristische Übernachtungen. Das waren 29 Prozent mehr als 2008.

Von 2008 bis 2018 stieg die Zahl der Übernachtungen in den Stadtstaaten Hamburg (+88 %), Berlin (+85 %) und Bremen (+57 %) am stärksten. Die geringsten Anstiege der Übernachtungen verzeichneten die Länder Thüringen (+7 %), Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern (jeweils +12 %). Gemessen an der Gesamtzahl der Übernachtungen befinden sich die Länder Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen auf den Spitzenplätzen, Mecklenburg-Vorpommern liegt auf Platz 8, Sachsen auf Platz 10. Aber: Bezogen auf die Einwohnerzahl ist hingegen Mecklenburg-Vorpommern das beliebteste Tourismusland. Für das Jahr 2018 kann MV rund 19 touristische Übernachtungen je Einwohner vorweisen.

Blickt man aber auf den gesamten Zeitraum nach der Wiedervereinigung zeichnet sich ein positiveres Bild ab. Die Tourismusstatistik zeigt nämlich auch, wie stark die neuen Länder in den ersten 29 Jahren nach der Deutschen Wiedervereinigung insgesamt als touristisches Ziel gewonnen haben. Seit 1993 legten die neuen Länder hinsichtlich der touristischen Übernachtungen um 154 Prozent zu (von 32,6 Millionen in 1993). Im früheren Bundesgebiet sind die Inlandsübernachtungen in diesem Zeitraum um nur 33 Prozent angestiegen. Im Zeitraum 1993 bis 2018 war hinter den Stadtstaaten Hamburg und Berlin insbesondere Mecklenburg-Vorpommern das hinsichtlich der Übernachtungen am schnellsten wachsende Reiseziel mit einem Zuwachs von 200 Prozent.


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(yw) 02.10.2019


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