Home-Office-Arbeit nimmt aufgrund der Corona-Pandemie zu

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Jeder fünfte Berufstätige arbeitet wegen Corona erstmals im Home Office; Foto: Focus Pocus LTD
Jeder fünfte Berufstätige arbeitet wegen Corona erstmals im Home Office; Foto: Focus Pocus LTD

Die Corona-Pandemie führt dazu, dass immer mehr Menschen von Zuhause aus arbeiten. Einer Befragung unter 1.002 Bundesbürger*innen ab 16 Jahren zufolge, die der Digitalverband Bitkom jüngst durchgeführt hat, ist mittlerweile jeder Zweite (49 Prozent) im Home Office.

Für einige ist diese Erfahrung neu: 18 Prozent durften zuvor gar nicht im Home Office arbeiten und machen das jetzt zeitweise (15 %) oder ganz (3 %). Weitere 31 Prozent konnten bereits vorher im Home Office arbeiten und tun das jetzt häufiger (17 %) oder ganz (14 %). Ein weiteres Ergebnis: 41 Prozent der Befragten gaben an, dass ihre Tätigkeit grundsätzlich nicht für Homeoffice geeignet sei.

Bitkom-Präsident Achim Berg sagt: "Die Corona-Pandemie und die drastischen Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens erzwingen ein radikales Umdenken in der Kultur vieler Unternehmen. Noch stärker gefordert sind öffentliche Arbeitgeber, für die Home Office oft ein Fremdwort ist. Digitale Technologien sind der Schlüssel, um die Arbeitsfähigkeit von Wirtschaft und öffentlichen Einrichtungen wie Ämtern und Schulen auch in dieser außerordentlichen Krisensituation zu gewährleisten."

Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang, dass der Studie zufolge viele Arbeitgeber auf die Corona-Pandemie reagiert haben und verstärkt auf ortsunabhängiges Arbeiten setzen. Bei jedem dritten Berufstätigen (33 %) wurde erstmals Home Office eingeführt, bei 43 Prozent wurden bestehende Home-Office-Regelungen durch den Arbeitgeber ausgeweitet. Bei 45 Prozent der Berufstätigen ersetzen Telefon- und Webkonferenzen die bisherigen Treffen mit persönlicher Anwesenheit.

Achim Berg unterstreicht die Besonderheit der aktuellen Situation: "Jetzt werden wie unter einem Brennglas die immensen Potenziale sichtbar, die digitale Technologien grundsätzlich bieten – im Kampf gegen das Virus wie auch in der Reduzierung des Berufsverkehrs und verkehrsbedingter Emissionen." Allerdings betont er: "Alle Unternehmen sind gefordert, Home Office für die dafür geeigneten Tätigkeiten einzuführen. Die Politik muss das Arbeitsrecht zwingend modernisieren, etwa indem aus der Zeit gefallene Regelungen wie die elfstündige ununterbrochene Mindestruhezeit gestrichen und der starre Acht-Stunden-Tag durch eine wöchentliche Höchstarbeitszeit ersetzt werden."



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(al) 20.03.2020


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