Sonntag, 25. August 2019

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WienTourismus plädiert für Reisen ohne Beeinflussung

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Die Kampagne "Unrating Vienna" ist unter anderem am Hamburger Hauptbahnhof zu sehen; Foto: WienTourismus / Tom Schuenemann

Mit seiner neuen Kampagne "Unrating Vienna" will WienTourismus sein Publikum in Deutschland und Großbritannien anregen, individueller zu reisen und sich dabei nicht zu sehr von Suchmaschinen und Online-Bewertungen beeinflussen zu lassen.

"Online-Bewertungen sind grundsätzlich eine tolle Sache, helfen sie doch, in einer komplexen Welt Orientierung zu finden. Dass Onlinebewertungen bei der Suche nach Entspannung und individuellen Genussmomenten nicht immer der richtige Weg sind, thematisieren wir im Rahmen der aktuellen Wien-Kampagne mit einer Portion Humor", erklärt Tourismusdirektor Norbert Kettner. Er ergänzt: "Sie soll einen Denkanstoß geben und zur Diskussion auf gesellschaftlicher Ebene beitragen."

Die Kampagne läuft im Juni in Hamburg und London auf unterschiedlichen Kanälen: Online sind die Maßnahmen auf der zugehörigen Website unrating.wien.info, auf Facebook und Instagram, bei Schaltungen direkt auf TripAdvisor und via Adressable TV zu sehen. Rund 220 City-Lights oder Screens im Zentrum und an Verkehrsknotenpunkten der Hansestadt sowie 180 Plakate und Screens in Londons U-Bahn- und Busstationen zeigen auf das jeweilige Land abgestimmte Sujets mit Urlaubsmomenten, Orten oder Objekten, die aber mit negativen und polarisierenden Bewertungen von Usern versehen wurden. Deren Namen wurden zwar geändert, die Kommentare basieren aber auf echten Bewertungen. So wird die Bootsfahrt auf der Donau als langweilig bewertet oder der Ausblick auf Schloß Schönbrunn aufgrund des üppigen Rasens kritisiert. Dabei soll die Frage "Und wer bestimmt, was dir gefällt?" zum Nachdenken über das Verhältnis von Selbst- und Fremdbestimmung anregen, verbunden mit der Aufforderung "Entdecke dein eigenes Wien".

Leopold Museum und MuseumsQuartier mit Botschaft vor Ort

Zusätzliche Aufmerksamkeit will der WienTourismus vom 6. bis 8. Juni vor Ort in Wien genieren, in Kooperation mit dem Leopold Museum und dem MuseumsQuartier: Das Leopold Museum beispielsweise projiziert seine kritischsten und absurdesten Bewertungen in überdimensionaler Größe auf die Außenwand des Museumsgebäudes. Mitarbeiter der Marketinggesellschaft werden in dem Zeitraum mit der mobilen Tourist-Info vor Ort sein, um die Hintergründe der Aktion zu erklären.

Zusätzlich holt der WienTourismus Influencer aus Deutschland und Großbritannien nach Wien und ermutigt sie, Wien zu entdecken, ohne sich dabei von Bewertungen lenken zu lassen. Diese berichten dann von ihren Eindrücken und Erlebnissen fernab der Top-Spots.



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() 07.06.2019


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