Montag, 16. September 2019

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Augmented-Reality-Leitsystem für Tourismusprojekt im Vogtland

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Fußabdrücke des Riesen "Voglar" weisen auf die Elstertalbahn hin. Darauf finden sich Hinweise auf Deutsch, Tschechisch und Englisch und ein QR-Code; Foto: Gunther Brand

Ab Mitte August können Interessierte auf den Spuren des Riesen "Voglar" mit der Elstertalbahn das Vogtland/Sachsen erkunden. Um die touristische Attraktivität der Elstertalbahn zu erhöhen, hat die Agentur Wenn + Aber aus Hannover im Auftrag des Zweckverbandes Öffentlicher Personennahverkehr Vogtland ein Leitsystem mit Augmented-Reality-Technologie entwickelt. Die Kunstfigur "Voglar" wurde von Wenn + Aber kreiert. "Uns hat der Begriff 'Schlummernder Riese' inspiriert, der in der Ausschreibung für die Bahnstrecke stand", erklärt Wenn + Aber-Stratege Frank Kudlinkski. Entstanden ist so die Geschichte des Riesen "Voglar", den zwar noch niemand gesehen, der aber überall Spuren in Form von großen Fußabdrücken hinterlassen hat. Diese Fußabdrücke sind auf verschiedenen Bahnsteigen zu finden. Darauf finden sich Hinweise auf Deutsch, Tschechisch und Englisch und ein QR-Code. Und bereits schon jetzt kann man seinem Pfad und seiner Geschichte durch das Land der Elstertalbahn extra installierten Internetseite www.elstertalbahn.de folgen.

"Mit dem Projekt möchte der ZVV gemeinsam mit Städten und Gemeinden entlang der romantischen Elstertalbahn mehr Fahrgäste in den Zug locken. Dabei können wir als eine von acht Grenzregionen in Europa Gelder aus dem EU-Förder-Programm 'Peripheral Access' nutzen“, erklärt Kerstin Büttner, Leiterin Kommunikation, Marketing und Vertrieb beim ZVV.

Virtuelle Reise per App
Ab dem 15. August können die entsprechenden Apps auf Handy oder Tablett heruntergeladen werden. Hält man die Kamera dann auf einen der Fußabdrücke, beginnt die virtuelle Reise. Sehenswürdigkeiten werden vom Riesen vorgestellt, landschaftliche Schönheiten sind zu sehen, auch ein Spiel ist möglich. "Diese Art einer virtuellen Reise ist international bisher kaum zu finden", betont Christian Just, der mit seiner Bitmotec GmbH die technische Umsetzung realisiert hat.

Die ersten Fußabdrücke sind in Plauen am Haltepunkt Mitte, in Weischlitz auf dem Bahnhof, in Bad Elster am Bahnhof, und am Parkplatz sowie auf einer Tafel am Waldweg von Mühlhausen ins Staatsbad und in Wünschendorf bei Gera am Bahnhof zu finden. In Plauen soll auch in der Nähe des Rathauses ein Fußabdruck gesetzt werden. "Möglich ist es, den virtuellen Rundgang durch die Stadt zu erweitern", so Kathleen Dentler, Teamleiterin in der Plauener Tourist-Information. Andere Kommunen entlang der Strecke haben ebenso die Möglichkeit, ihre Highlights in die Reise aufnehmen zu lassen. Katja Strauß von der Vogtlandbahn ergänzt: "Auch in den Vogtlandbahnen selbst wird es Fußabdrücke geben, so dass man sich schon während der Fahrt ein Besuchsziel aussuchen kann. Gleichzeitig erfährt man mehr darüber, was man beim Blick aus dem Fenster sieht."

Werbespot und Roll-Ups
Neben der AR-Anwendung und der "Voglar"-Geschichte beinhalten die Maßnahmen zur Bewerbung der Elstertalbahn auch einen Werbespot, der vom Tourismusverband Vogtland bei Facebook und Youtube eingesetzt wird. Ferner wurden Postkarten gedruckt, und die Anliegergemeinden erhielten Roll-Ups, mit denen unter anderem in Rathäusern oder auf Messen geworben werden kann.

Elstertalbahn: Die 1875 in Betrieb genommene Bahnstrecke, die entlang der Weißen Elster verläuft, führt durch acht Tunnel und über 30 größere Brücken und im Süden dann weiter am Kapellenberg vorbei nach Tschechien. Sie gehört heute zu den wichtigsten Bahnlinien im länderverbindenden Nahverkehrssystem "EgroNet".


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() 01.08.2019


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