Samstag, 14. Dezember 2019

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Bundesfrauenministerium stellt Initiative gegen Gewalt an Frauen vor

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Key Visual der Initiative "Stärker als Gewalt"; Foto: Edelman Deutschland
Key Visual der Initiative "Stärker als Gewalt"; Foto: Edelman Deutschland

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hat Edelman Deutschland damit beauftragt, eine Öffentlichkeitskampagne gegen Gewalt an Frauen umzusetzen. Der Startschuss der Initiative "Stärker als Gewalt", die bis Ende 2021 laufen soll, fiel am 25. November 2019, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen.

Zu den Bestandteilen der bundesweiten Kampagne gehören die Mitmach-Aktion "Was ist deine Zahl", der Aufklärungsspot "Gemeinsam stärker als Gewalt" sowie Lichtinstallationen in 22 Städten. Letztere zeigen seit Samstag (23.11.2019) die Anzahl betroffener Frauen vor Ort. Darüber hinaus können Interessierte auf der Website www.stärker-als-gewalt.de herausfinden, wie viele Frauen in ihrem eigenen Umfeld betroffen sein könnten. Diese Zahl zusammen mit einem Hilfeangebot an Betroffene kann in den sozialen Netzwerken geteilt werden.

Die Initiative "Stärker als Gewalt" will Menschen stärken, sich gegen Gewalt einzusetzen und diese zu verhindern. Unter dem Motto "Gemeinsam stärker als Gewalt" haben sich dafür verschiedene Organisationen wie das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen, der Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe und die Frauenhauskoordinierung e.V. zusammengeschlossen. Prominente Unterstützung bekommt die Aktion unter anderem von der Schauspielerin Minh Kai Phan Ti, der Podcasterin Mirella Precek und der Moderatorin Marlene Lufen.

Zur Einordnung: 2018 wurden laut einer Statistik des Bundeskriminalamtes insgesamt 140.755 Personen (Vorjahr: 138.893) Opfer versuchter und vollendeter Gewalt (Mord und Totschlag, Körperverletzungen, Vergewaltigung, sexuelle Nötigung, sexuelle Übergriffe, Bedrohung, Stalking, Nötigung, Freiheitsberaubung, Zuhälterei und Zwangsprostitution) – 81,3 Prozent davon sind Frauen, 18,7 Prozent Männer. Insgesamt 114.393 (2017: 113.965) Frauen und 26.362 Männer (2017: 24.928) waren von Partnerschaftsgewalt betroffen.



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(al) 25.11.2019


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