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Wilfried Rosenthal übernimmt seine neue Aufgabe Anfang nächsten Jahres; Foto: rem Martina Schumann

Wilfried Rosendahl wird Generaldirektor der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim

Prof. Dr. Wilfried Rosendahl wird ab 1. Januar 2021 neuer Generaldirektor der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim (rem). Er folgt auf Prof. Dr. Alfried Wieczorek, der rund 30 Jahre in den rem tätig war, davon ab 1999 als leitender Direktor und seit 2009 als deren Generaldirektor. Ende des Jahres wird Wieczorek nun in den Ruhestand gehen.

Rosendahl, 1966 in Ratingen geboren, arbeitet bereits seit 2004 in verschiedenen Positionen in den Reiss-Engelhorn-Museen. Seit 2016 fungiert Rosendahl als Direktor für den Bereich „Archäologie und Weltkulturen“ sowie seit 2017 als stellvertretender Generaldirektor für den gesamten Museumskomplex. Darüber hinaus ist er Wissenschaftlicher Vorstand und Geschäftsführer des Curt-Engelhorn-Zentrums für Archäometrie und Honorarprofessor am Historischen Institut der Philosophischen Fakultät der Universität Mannheim.

„Die Reiss-Engelhorn-Museen stehen für wissenschaftlich fundierte und zugleich publikumsorientierte Ausstellungen und eine familienfreundliche Ausrichtung. Sie sind überregional und international als Ort der Bildung, Unterhaltung und Forschung anerkannt. Ich bin davon überzeugt, dass es Wilfried Rosendahl gelingt, diese ausgezeichnete Positionierung in der Museumslandschaft weiter auszubauen und die Verbindung der rem mit den wichtigen Themen der Stadtentwicklung noch weiter zu vertiefen“, erklärt Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz.

Im Rahmen seiner vielfältigen Tätigkeiten in den Reiss-Engelhorn-Museen war er unter anderem Projektleiter und Kurator verschiedener großer Sonderausstellungen wie "Die Medici – Menschen, Macht, und Leidenschaft" (2013) und "Javagold – Pracht und Schönheit Indonesiens" (2019). Ebenso gehören zahlreiche Kinder- und Familien-Mitmachausstellungen zu seinem Aufgabenschwerpunkt, darunter "Total genial – coole Erfindungen vom Faustkeil bis zur Jeans"(2017) oder „Alles mit der Zeit“ (2019). Seit 2004 leitet Rosendahl das "German-Mummy-Project", ein großes, interdisziplinär und international aktives Mumienforschungsprojekt.

Rosendahl studierte von 1986 bis 1992 Geologie, Paläontologie, Ur- und Frühgeschichte und Zoologie in Köln. 1994 schloss seine Promotion daran an. Von 1994 bis 1996 absolvierte er ein Volontariat am Hessischen Landesmuseum im Darmstadt. Von 1996 bis 1998 erfolgte die Mitarbeit an einem EU-Projekt zur pleistozänen Umwelt am Institut für Paläontologie der Universität Bonn. Von 1998 bis 2003 war er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistent am Institut für Angewandte Geowissenschaften der TU-Darmstadt mit dem Forschungsschwerpunkt Mensch, Klima und Umwelt tätig. In diesen Jahren arbeite Rosendahl weiterhin als externer Kurator an verschiedenen Museen im In- und Ausland.

 

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