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Die Testimonials der Kampagne klären über HIV auf, widersprechen Vorurteilen oder unterstützen Hilfsorganisationen – Fotos: Deutsche Aidshilfe

Gesundheit

Kampagne zum Welt-Aids-Tag setzt auf Empathie

Anlässlich des Welt-Aids-Tags am 1. Dezember starten das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), die Deutsche AIDS-Stiftung (DAS) und die Deutsche Aidshilfe (DAH) jedes Jahr eine Offensive. In diesem Jahr steht die Offensive unter dem Motto „Gemeinsam. Jetzt erst recht!”. Im Mittelpunkt stehen Personen, die selbst HIV-positiv sind oder sich für Menschen mit HIV engagieren. Mit der Kampagne wollen die Akteure ein Zeichen der Solidarität setzen, Mut machen, Vorurteile abbauen und Diskriminierung bekämpfen.

Um Menschen direkt anzusprechen, verwenden die Partner auf den Kampagnenmotiven eine Aufforderung. Der Satz „Stell dir vor“ wird dabei um verschiedene weitere Teile ergänzt. So steht auf den Motiven beispielsweise „Stell dir vor, trotz Krieg hilfst du weiter“ oder „Stell dir vor, du hilfst, wo niemand mit dir rechnet“. Durch diese Aufforderungen sollen die Menschen die Geschichten der Testimonials nachempfinden und Empathie entwickeln.

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit, sagt: „In Deutschland leben etwa 100.000 Menschen mit HIV. Durch die gute medizinische Versorgung können die meisten leben wie andere Menschen auch. Diskriminierung ist aber leider immer noch weit verbreitet. Unsere Kampagne ist daher auch ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber allen, die sich für Solidarität und Menschenrechte einsetzen. Durch ihre beeindruckenden Taten können sie andere inspirieren, Solidarität fördern und zur Resilienz in schweren Zeiten beitragen.“

Die Kampagne wird sowohl online als auch offline ausgerollt. Es werden unter anderem Plakate, Aufkleber und verschiedene Give-aways verteilt. In ausgewählten Städten sind zudem Anzeigen auf digitalen Displays zu sehen. In den sozialen Medien Instagram, Facebook und TikTok läuft die Kampagne unter dem Namen „Welt-Aids-Tag”.

Die diesjährige Kampagne zum Welt-Aids-Tag findet vor dem Hintergrund von Kürzungsmaßnahmen im Bereich HIV sowie Einsparungen in der medizinischen Versorgung weltweit statt. Laut UNAIDS sind die internationalen Mittel für HIV-Programme seit 2025 deutlich gesunken. Zudem nimmt die Feindseligkeit gegenüber Gruppen, die besonders stark von HIV betroffen sind, wie schwule Männer, trans Personen oder Menschen aus Ländern mit einer hohen HIV-Prävalenz, zu. Weltweit leben rund 41 Millionen Menschen mit HIV. Bisher erhalten rund drei Viertel von ihnen HIV-Medikamente. Durch die Kürzungen droht diese Quote zu sinken.
 

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