PR-Chefs fürchten sich vor inhaltlichen Fehlern und dem Versagen in der Krisenkommunikation
Kommunikationschefs fürchten bei ihrer Arbeit vor allem inhaltliche Fehler - das meinen jedenfalls ihre Mitarbeiter. Mehr als 530 PR-Mitarbeiter nahmen im Rahmen des Social Media-Trendmonitors der dpa-Tochter news aktuell und der PR-Beratung Faktenkontor an einer Umfrage teil. Darin wurde die zentrale Frage gestellt: Welches sind die drei größten Ängste von Kommunikationschefs?
Krisenkommunikation und Geschäftsführung
Platz Zwei belegt demnach die Sorge, in der Krisenkommunikation zu versagen*. Drittgrößte Furcht: vom Vorstand oder von der Geschäftsführung übergangen zu werden. Shitstorms hingegen bereiten den PR-Chefs nach Ansicht der Befragten weniger Kopfzerbrechen. Mit 24 Prozent belegen Entrüstungsstürme Platz Vier im Ranking der größten Befürchtungen. Zu wenig Wissen macht mit 22 Prozent demnach noch weniger PR-Schaffenden Probleme.
Gegenüber der Presse sehen die Mitarbeiter der Pressestellen ihre Chefs übrigens gut gewappnet. Bloß sechs Prozent geben bohrende Journalisten als größte Angst an. Noch besser aufgestellt sind die Kommunikationsprofis, was ihren Auftritt in der Öffentlichkeit angeht: Unter sichtbarem Lampenfieber leiden nach Einschätzung der Befragten nur fünf Prozent der PR-Chefs.
Die Umfrageergebnisse im Detail:
1. Inhaltliche Fehler (41 Prozent)
2. In Krisenkommunikation versagen (38 Prozent)
3. Von Vorstand/Geschäftsführung übergangen zu werden (28 Prozent)
4. Shitstorms (24 Prozent)
5. Zu wenig Wissen (22 Prozent)
6. Vorstand/Geschäftsführung blamieren (22 Prozent)
7. Mangelnde Eloquenz (7 Prozent)
8. Bohrende Journalisten (6 Prozent)
9. Sichtbares Lampenfieber (5 Prozent)
Über die Umfrage:
Der Social Media-Trendmonitor stellt die Ergebnisse einer Online-Befragung dar, die von news aktuell und Faktenkontor, beide Hamburg, durchgeführt wurde. Dabei wurde untersucht, wo die derzeitigen Tendenzen und Entwicklungen in der Kommunikationsbranche liegen. Frage: "Was sind die drei größten Ängste von Kommunikations-Chefs?" Datenbasis: 536 Mitarbeiter aus Pressestellen Methode: Online-Befragung, Mehrfachnennungen möglich Befragungszeitraum: April 2014.
*Krisenkommunikation ist auch das Schwerpunktthema der Juli/August-Ausgabe von Public Marketing.
Yvonne Wodzak 14.10.2014









