Drei Viertel der Hochschüler studieren gerne
Studierende in Deutschland erwarten von ihrem Studium nicht nur eine gute fachliche Ausbildung, sondern verbinden mit der akademischen Qualifizierung immer stärker auch die Hoffnung auf einen sicheren und interessanten Arbeitsplatz sowie die Aussicht auf ein hohes Einkommen im späteren Berufsleben. Gleichzeitig nimmt aber auch die Erwartung unter den Studierenden zu, über ein Studium zu einer Verbesserung der gesellschaftlichen Verhältnisse beitragen zu können. Diese Entwicklung ist ein Ergebnis des 12. Studierendensurveys, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung erstellt wurde.
Steigende Leistungsanforderungen im Studium
Laut der Studie ist es der Mehrheit der Studierenden wichtiger, gute Abschlussnoten zu erzielen als schnell das Studium zu beenden. Im Schnitt wenden Studierende 33 Wochenstunden für ihr Studium auf. Sie sehen sich zunehmend hohen Leistungsanforderungen gegenüber, attestieren aber zugleich eine verbesserte Gliederung des Studiums. Die Ziele der Bologna-Reform wie Qualitätskontrolle der Lehre, Internationalisierung sowie Modularisierung der Studiengänge, sind aus Sicht der Mehrheit überwiegend umgesetzt.
In Bezug auf ihr Studium wünschen sich die Befragten vor allem stärkeren Praxisbezug.
Studierende geben Lehrqualität ein gutes Zeugnis
Die Qualität der Lehre und des Lehrangebots bewerten die Studierenden mit großer Mehrheit positiv, die Studienqualität hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. So beurteilten etwa 67 Prozent der Befragten Aufbau und Struktur ihres Studiengangs positiv, 2001 taten dies nur 54 Prozent. Auch die Lehrveranstaltungen werden heute von! 65 Prozent der Studierenden positiv bewertet, 2001 lag dieser Wert bei 46 Prozent. 73 Prozent der Befragten gaben an, gerne zu studieren.
"Der Studierendensurvey ist ein wichtiges Barometer dafür, wie die Hochschulpolitik bei den Studierenden ankommt. Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass die vom Bund geförderten Programme wie etwa der Hochschulpakt oder der Qualitätspakt Lehre geholfen haben, die Studiensituation an den Hochschulen zu verbessern", sagt Bundesbildungsministerin Johanna Wanka.
Rebekka Hans 29.10.2014










