
Dortmund, Ludwigsburg und Furth siegen beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2014
Zum siebten Mal hat die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. aus Düsseldorf in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung den Deutschen Nachhaltigkeitspreis vergeben.
Unter den nominierten Großstädten setzte sich die Ruhrmetropole Dortmund dank eines beispielhaften Strukturwandels und vorbildlicher Maßnahmen im Bereich der Integration durch. Bei den Städten mittlerer Größe holte sich Ludwigsburg den 1. Platz. Die baden-württembergische Barockstadt punktete mit dem nachhaltigkeitsorientierten Umbau ihrer Verwaltungsstruktur und beim Thema Bürgerbeteiligung. Als "Deutschlands nachhaltigste Gemeinde" wurde Furth bei Landshut für eine Entwicklungsstrategie ausgezeichnet, die sich konsequent am Nachhaltigkeitsgedanken ausrichtet. Die Sieger erhalten von der Allianz Umweltstiftung eine Fördersumme
von jeweils 35.000 Euro zur Umsetzung von Nachhaltigkeitsprojekten.
Im Bereich Unternehmen wurde Miele als "Deutschlands nachhaltigstes Großunternehmen 2014 ausgezeichnet. Der Gütersloher Elektrogerätehersteller
kann mit einem nachhaltigen Produktportfolio aufgrund jahrzehntelanger kontinuierlicher Forschungs- und Entwicklungsarbeit aufwarten. Die Rauch Möbelwerke – nachhaltigstes Unternehmen mittlerer Größe – bezieht seine Rohstoffe aus Deutschland und setzt auch bei der Zertifizierung seiner Produkte ein Zeichen über die
Grenze der Branche hinaus. Unter den kleinen Bewerbern überzeugte der Pflanzenschutzmittelhersteller W. Neudorff; das Unternehmen setzt als Pionier der Nachhaltigkeit in der Agrochemie-Branche vorwiegend auf natürliche Wirk- und nachwachsende Rohstoffe. "Nachhaltigste Mark" wurde Europas größtes Fairtrade-Unternehmen GEPA – The Fair Trade Company als Wegbereiter für Fairtrade-Standards durch ein vorbildliches Geschäftsmodell und hervorragende Markenführung.
Insgesamt hatten sich 550 Unternehmen und 65 Kommunen hatten sich am diesjährigen Wettbewerb beteiligt.Die Preisverleigung fand am 28. November in Düsseldorf statt.
Mit dem Ehrenpreis des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2014 zeichnete die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. Bundespräsident a.D. Horst Köhler als "Fürsprecher globaler nachhaltiger Entwicklung zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ungerechtigkeit" vor allem in benachteiligten Regionen der Erde aus. Der britische Schauspieler Colin Firth und seine Frau Livia wurden als "glaubwürdige Vorbilder für soziales und ökologisches Engagement" prämiert. Die Sängerin Nelly Furtado erhielt einen Preis für ihren humanitären Einsatz, der vor allem jungen Frauen in Ostafrika zugute kommt.
Weitere Auszeichnungen gingen an: HOF8 – Der Plusenergiehof im Taubertal (Sonderpreis "Nachhaltiges Bauen"), Kyocera Document Solutions ("Blauer Engel-Preis"), Aquafil S.p.A. (Sonderpreis "Ressourceneffizienz"), ZINEG – Zukunftsinitiative Niedrigenergiegewächshaus (Deutscher Nachhaltigkeitspreis Forschung).
Yvonne Wodzak 01.12.2014









