ANZEIGE

Deutsche Hochschulen werden immer internationaler

Mehr ausländische Studienanfänger, ein Plus an Wissenschaftlern aus anderen Ländern sowie eine steigende Mobilität deutscher Hochschullehrer ins Ausland - Hochschulen in Deutschland sind Orte wachsender Internationalität. Das geht aus einer aktuellen Studie des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), der Hochschulrektorenkonferenz und der Alexander von Humboldt-Stiftung hervor.

So gab es laut der Studie Mitte 2014 rund 31.000 internationale Kooperationen, die von fast 300 deutschen Hochschulen mit rund 5000 Hochschulpartnern in 150 Staaten vereinbart worden sind. Gut die Hälfte dieser Kooperationen dienen dem Austausch von Studierenden und Hochschulpersonal im Rahmen des europaweiten Erasmus-Programms, dessen Bedeutung für die Zusammenarbeit in der europäischen Wissenschaft dadurch deutlich heraussticht.

Kunst- und Musikhochschulen mit hoher Internationalität

In der deutschen Hochschullandschaft hat sich laut Studie eine eigene Dynamik des internationalen Austauschs entwickelt, zwischen den einzelnen Hochschularten gibt es jedoch noch große Unterschiede. Technische Universitäten sowie Kunst- und Musikhochschulen erreichen insgesamt die höchsten Werte. Bei Kunst- und Musikhochschulen stieg der Anteil des ausländischen Personals im wissenschaftlichen und künstlerischen Bereich seit 2006 auf 15,7 Prozent, was einer Zunahme um 20 Prozent entspricht. Auch die Technischen Universitäten konnten mit einem Zuwachs auf 13,8 Prozent bei den ausländischen Wissenschaftlern zulegen (plus 16 %). Noch deutlicher fällt die Zunahme bei den ausländischen Studienanfängern aus. Hier stieg die Quote insgesamt um 13,3 Prozent auf 16,1 Prozent, an Technischen Universitäten sogar um 29,2 Prozent auf ein knappes Viertel ausländischer Studienanfänger.

Kleine Universitäten mit wenig ausländischen Studierenden

Niedrigere Werte zeigen sich trotz einer positiven Entwicklung bei kleinen Universitäten und Fachhochschulen. Dies liegt unter anderem daran, dass es diesen Hochschulen schwerer fällt, ausländische Studierende und Wissenschaftler anzuziehen. Zudem üben gerade die technischen Fächer eine besondere Anziehungskraft auf ausländische Studierende und Wissenschaftler aus. Gleiches gilt für die Musik- und Kunsthochschulen, bei denen der Anteil von Studierenden aus dem Ausland an einzelnen Hochschulen bis zu 70 Prozent erreicht. Deutlich zulegen konnten die kleinen Hochschulen im Bereich der Auslandsmobilität ihrer Hochschullehrer. So stieg die Quote der im Erasmus-Programm geförderten Dozenten an kleinen Universitäten seit 2007 um 32 Prozent (auf 7,8 %).

 

Aktuelle Ausgabe

5-6/2026

Marketplace

Präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre Dienstleistungen. Zum Marketplace

















Newsletter

Save the Date

Weitere Publikationen

Place Brands
Persönlichkeiten im Stadtmarketing

Social Media

Abonnement hier widerrufen

Weitere Webseiten