Zweistelliges Wählerpotenzial für AfD in Hamburg
Das Forschungslabor der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg hat in einer aktuellen Bürgerumfrage unter anderem Trends zur Wahl der 21. Hamburgischen Bürgerschaft ermittelt. Demnach geht die SPD als klare Wahlsiegerin hervor, und die AfD verzeichnet ein zweistelliges Wählerpotenzial. Auch aktuelle Diskussionen in der Hansestadt wurden berücksichtigt. So lehnen 21 Prozent Flüchtlingsunterkünfte in der eigenen Nachbarschaft ab. Die Wissenschaftler kommen zu dem Schluss: "Der erstmalige Einzug der Alternative für Deutschland (AfD) in ein westdeutsches Landesparlament, die Hamburger Bürgerschaft, ist nach den Analysen des Hamburger Elektorats seit November 2014 zunehmend wahrscheinlich."
Die jährlich von der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften durchgeführte telefonische Bürgerumfrage für Hamburg betrachtete in diesem Winter in ihrem politischen Teil insbesondere das Potenzial der Partei Alternative für Deutschland (AfD) bei den kommenden Bürgerschaftswahlen. Die Wissenschaftler sehen das Wählerpotenzial der AfD aufgrund euroskeptischer und xenophober Einstellungen eines Teils der Hamburger Wahlbevölkerung im zweistelligen Bereich. Zudem wurde die Sonntagsfrage für alle Parteien, die zur Wahl antreten, gestellt.
Für die Studie wurden Einstellungen, Verhalten und Sozialstruktur der wahlberechtigten Hamburger Bevölkerung mit Hilfe einer wissenschaftlichen Zufallsstichprobe erhoben, so dass die Ergebnisse im Rahmen eines statistischen Fehlerintervalls repräsentativ für alle wahlberechtigten Hamburgerinnen und Hamburger seien, so die Wissenschaftler. Die Datenerhebnung sei von externen Geldgebern aus Wirtschaft oder Politik unabhängig. Inhalte und Methoden der Umfrage seien ausschließlich Standards der wissenschaftlichen Profession verpflichtet.
Ausführliche Ergebnisse sind unter http://www.uni-hamburg.de/uhh/aktuelles/bus-studie-2015.pdf abrufbar.
Yvonne Wodzak 11.02.2015








