
Dirk Kiefer; Foto: Bayern Innovativ
Bayerisches Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft eröffnet
Anfang März nahm das Bayerische Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft offiziell seine Tätigkeit auf. Das Ziel: die Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu steigern und die Erwerbschancen innovativer Kulturbetriebe, freischaffender Künstler und Kreativer zu verbessern. Rund fünf Millionen Euro investiert die Bayerische Staatsregierung in diese Initiative.
"Kultur- und kreativwirtschaftliche Leistungen haben für unsere Volkswirtschaft schon seit langem eine ganz grundlegende Bedeutung und sind heute oft impulsgebende Schlüsselfaktoren für innovative Prozesse und Produkte", so Dirk Kiefer, seit 1. Januar 2015 Leiter des neu gegründeten Zentrums für Kultur- und Kreativwirtschaft "Bayern kreativ". Ihm zur Seite steht ein siebenköpfiges Team. Er erklärt: "Die Aufgaben des Zentrums sind unter anderem die Stärkung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der bayerischen Kultur- und Kreativwirtschaft, die Erweiterung der überregionalen und internationalen Geschäftstätigkeiten und die Erleichterungen für Finanzierungen. Geplant sind außerdem themenspezifische Fachberatungen, Workshops, Marktanalysen sowie Fachkurse und Weiterbildungsangebote."
Angesiedelt ist das Bayerische Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft bei der Bayern Innovativ GmbH in Nürnberg. Diese wurde 1995 von der Bayerischen Staatsregierung initiiert und gemeinsam von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft als Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer gegründet.
Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist laut der Bayern Innovativ GmbH mit einer Bruttowertschöpfung von rund 63 Milliarden Euro (2012), über 1,6 Millionen Erwerbstätigen und rund 247.000 Unternehmen ein äußerst dynamischer Wirtschaftszweig in Deutschland. Sie liegt im Branchenvergleich zwar hinter dem Maschinenbau und der Automobilindustrie, aber deutlich vor der Chemischen Industrie oder der Energieversorgung. Die erst seit 2009 in Deutschland statistisch erfasste Branche Kultur- und Kreativwirtschaft setzt sich aus den elf Teilmärkten Architektur, Kunstmarkt, Buchmarkt, Markt für die Darstellenden Künste, Designwirtschaft, Filmwirtschaft, Musikwirtschaft, Pressemarkt, die private Rundfunk- und Fernsehwirtschaft, Software und Games sowie die Werbewirtschaft zusammen. Etwa ein Fünftel der Selbstständigen und Unternehmen der deutschen Kultur- und Kreativwirtschaft seien in Bayern ansässig, so Bayern Innovativ.
Yvonne Wodzak 13.03.2015










