
Neil MacGregor; Foto: Jason Bell
British Museum-Direktor Neil MacGregor leitet künftig Gründungsintendanz des Humboldt-Forums
Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat den britischen Kunsthistoriker Neil MacGregor zum Leiter der Gründungsintendanz des Humboldt-Forums in Berlin berufen. Die Gründungsintendanz wird ab Oktober 2015 als beratendes Gremium über einen Zeitraum von zunächst zwei Jahren inhaltliche Schwerpunkte setzen.
Zur Gründungsintendanz gehören neben MacGregor auch der Kunsthistoriker Prof. Dr. Horst Bredekamp und Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hermann Parzinger, Archäologe und Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Parzinger erklärt: "Ich freue mich über diese Entscheidung. Er ist der Ideale für diese Aufgabe. Seine inspirierende Art der Wissensvermittlung und seinem weltweiten Netzwerk wird dem Humboldt-Forum die nötige Strahlkraft verschaffen. Ich bin mir sicher, dass Neil MacGregor die Kompetenzen der hier vertretenen Institutionen zu bündeln versteht, dass er moderierend und integrierend wirken wird. Er wird aber vor allem auch die große Linie für dieses Haus entwickeln. Mit dieser Entscheidung sind die Zeichen auf Erfolg gesetzt. Ich freue mich sehr auch auf die Zusammenarbeit mit Horst Bredekamp in der Gründungsintendanz. Gemeinsam werden wir die Grundlagen legen für einen erfolgreichen Betrieb und ein ambitioniertes Programm."
Der 1946 in Glasgow geborene MacGregor war von 1987 bis 2002 Direktor der National Gallery in London. Seit August 2002 leitet er das British Museum. MacGregor hat in Oxford Deutsch und Französisch studiert, Philosophie an der École normale supérieure in Paris sowie Rechtswissenschaft an der University of Edinburgh. Anschließend absolvierte er ein Studium der Kunstgeschichte am Courtauld Institute of Art der Universität London.
MacGregor sagt zu seiner Ernennung: "Ich freue mich und danke der Staatsministerin für die Einladung, die Gründungsintendanz des Humboldt-Forums zu leiten. Sie soll der Staatsministerin Empfehlungen aussprechen, das unvergleichbare Potenzial der Berliner Sammlungen zu verwirklichen. Wenn die außereuropäischen Sammlungen aus Dahlem erst einmal im Berliner Schloss gezeigt werden, wird es hier im Zentrum Berlins wie nirgendwo sonst möglich sein, auf die Kulturen der Welt zu schauen. Das ist eine historische Chance für Deutschland, für Europa, für die ganze Welt. Die Herausforderung wird nun sein, dafür die bestmögliche Struktur zu finden, so dass dieses Potenzial voll ausschöpft werden kann. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit meinen deutschen und internationalen Kollegen.“
Ein internationales Netzwerk von Wissenschaftlern und Museumsexperten wird die Gründungsintendanz unterstützen und könnte später zu einem Wissenschaftlichen Beirat für das Humboldt-Forum werden. Im engen Austausch mit allen Akteuren im Humboldt-Forum sollen damit die Ausrichtung und das Zusammenspiel der Sammlungen und Ideen, sowie strukturelle Aspekte gebündelt und noch weiter im Sinne der Humboldt-Ideen vorangebracht werden.
Yvonne Wodzak 08.04.2015










