ECE-Marktreport: Shopping-Center werden immer mehr zum sozialen Treffpunkt
Auf ihrem 13. Internationalen Retail-Meeting hat die ECE gestern (1.7.) ihren ersten Marktreport vorgestellt. Der Branchenbericht mit dem Titel "Focus on the customer" basiert auf der Analyse und Verknüpfung umfangreicher Daten und Informationen sowie unterschiedlicher Befragungen von fast 400.000 Personen in den drei relevanten Kundengruppen Investoren, Mieter und Center-Besucher. "Mit dem Marktreport wollen wir den Wandel und die Herausforderungen in der Shopping-Center-Branche illustrieren und Anstöße zur Diskussion geben“, so Alexander Otto, Vorsitzender der ECE-Geschäftsführung bei der Vorstellung des Berichts. "Für uns sind die Ergebnisse auch ein Anlass dafür, unser Angebot stetig weiterzuentwickeln. So können wir als Dienstleister unseren Kunden auf allen Ebenen den bestmöglichen Service bieten."
Hier ein paar ausgewählte Ergebnisse:
Mehrheit der Kunden auf beiden Kanälen unterwegs
In der Kundengruppe der Besucher zeigt die Analyse, dass sich Online und Offline als Kanäle immer stärker in der Nutzung durch die Kunden verknüpfen, zugleich aber nach wie vor Angebote aus beiden Welten als besonders wichtig erachtet werden. So gehört die persönlich besetzte Kundeninformation bei 73 Prozent der Befragten immer noch zur wichtigsten Serviceleistung eines Shopping-Centers. An zweiter Stelle steht ein digitales Wegeleitsystem. Das wollen 67 Prozent der befragten Bürger. Auf Platz drei liegt der klassische Center-Gutschein mit 66 Prozent. Die Mehrheit der Kunden ist auf beiden Kanälen unterwegs: Zwar kaufen 66 Prozent der Besucher auch im Internet ein, aber nach wie vor besuchen 65 Prozent alle 14 Tage "ihr" Shopping-Center.
Sozialer Treffpunkt
Untersuchung zeigt auch, dass die Funktion von Shopping-Centern als "Third-Place", also als sozialer Treffpunkt zur Freizeitgestaltung neben dem Zuhause und dem Arbeitsplatz, immer wichtiger wird. So habe sich die Bedeutung von Centern als Treffpunkt mit Freunden und Bekannten seit 2005 verzehnfacht. Eine übersichtliche Besucherführung (35 Prozent), eine angenehme Atmosphäre (29 Prozent) und genug Verweil- und Ruhemöglichkeiten (32 Prozent) sind laut Studie für den Aufenthalt besonders wichtig. Außerdem habe sich die Zahl der Gastronomie-Nutzer in den Centern innerhalb der letzten zehn Jahre verdoppelt.
Einfluss der Besucherfrequenz auf den Umsatz
Ein weiteres Ergebnis der Analysen bezieht sich auf den Einfluss der Besucherfrequenz auf den Umsatz, was beispielsweise Rückschlüsse auf das erforderliche Marketing zulässt: "Im 3. Quartal ist die Wechselwirkung von Frequenz und Umsatz am stärksten – jeder zusätzliche Kunde hat im Quartalsvergleich am meisten Einfluss auf den Umsatz. Und am schwächsten ist dieser Effekt dagegen im 4. Quartal. Zusätzliche Kunden sorgen also im Weihnachtsgeschäft nicht für signifikant mehr Umsatz", so die Herausgeber der Studie. "Daraus kann man schließen, dass das Center-Marketing zum Beispiel im dritten Quartal klar auf mehr Besucher ausgerichtet sein sollte, während es im Weihnachtsgeschäft die ohnehin zahlreich vorhandenen Besucher besser zum Kaufen animieren sollte."
Der Marktreport steht auf der Website der ECE zum Download bereit: www.ece.de/marktreport
Yvonne Wodzak 02.07.2015










