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Deutsche halten Wissenschaft für einen Jobmotor

Die Mehrheit der Deutschen glaubt, dass Forschung einen großen wirtschaftlichen Nutzen hat. Dies geht aus dem Wissenschaftsbarometer 2015 hervor, die von der Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD) in Auftrag gegeben wurde. Die Umfrage basiert auf rund 1000 Telefoninterviews, die TNS Emnid in der Zeit vom 30. Juni bis zum 4. Juli 2015 durchgeführt hat.

Unternehmenskooperationen bringen Vorteile

Demnach stimmen 56 Prozent der Befragten der Aussage zu, dass Investitionen in die Grundlagenforschung eine der besten Möglichkeiten sei, um Arbeitsplätze zu schaffen. Auch die Zusammenarbeit von öffentlichen Forschungseinrichtungen mit Unternehmen sehen die Menschen sehr positiv: 78 Prozent geben an, diese Kooperation bringe für die Wissenschaft eher Vorteile.

"Gerade wegen seiner guten Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft ist Deutschland so erfolgreich. Sie hilft, aus Forschung Ergebnisse zu machen, die praktisch eingesetzt werden und das Leben der Menschen verbessern", sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. "Die Unabhängigkeit von Forschung und Lehre ist dabei entscheidend. Dafür gibt es in der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft Spielregeln, die sich bewährt haben. Und längst sprechen die Hochschulen mit den Unternehmen auf Augenhöhe."

Mehr Einfluss der Wissenschaft auf die Politik gewünscht

Hoch ist beim Umfrageergebnis auch der Anteil derjenigen, die sich für einen stabilen Forschungsetat aussprechen: 52 Prozent sagen, die Mittel für Forschung sollten auch dann nicht gekürzt werden, wenn die Staatsausgaben insgesamt reduziert werden müssten - zum Beispiel um Schulden zu vermeiden. Ein persönliches Interesse an Themen aus der Wissenschaft bekunden 36 Prozent der Interviewten. In der Gruppe der Befragten mit Abitur und Hochschulabschluss sind 63 Prozent interessiert an Themen aus Wissenschaft und Forschung. Einen größeren Einfluss der Wissenschaft auf die Politik wünscht sich eine Mehrheit der Bürger in Deutschland: 54 Prozent geben an, der Einfluss der Wissenschaft auf die Politik sei nach ihrer Meinung zu gering.

Weitere Informationen finden Interessierte unter www.wissenschaftsbarometer.de.

 

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