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Weniger als zehn Prozent der Befragten, sond der Meinung, dass Unternehmen und Organisationen zuhören

Internet-Nutzer wünschen sich vor allem Sachinformationen von Unternehmen und Organisationen

Viele Unternehmen und Organisationen haben Content Marketing und Social Media in ihren Kommunikationsmix integriert. Dennoch gibt es nach Auffassung der Internetnutzer deutliche Defizite, wenn es darum geht, Sachinformationen zu vermitteln und zuzuhören. Zu diesem Ergebnis kommt der Deutsche Kommunikations-Index "Com-X 2015". Für die Studie hat die GfK Marktforschung im Auftrag der Münchner Commendo Agentur für UnternehmensKommunikation zum zweiten Mal ca. 1.000 repräsentativ ausgewählte Personen in Deutschland befragt.

Kritische Themen nicht ignorieren
Rund zwei Drittel der täglichen Internetnutzer (68 %) bzw. Facebook-User (64 %) wünschen sich von Unternehmen und Organisationen in erster Linie Sachinformationen. Aber nur 38 der täglichen Internetnutzer bzw. 36 Prozent der Facebook-User sind damit auch zufrieden. Bezogen auf alle Befragten liegt der Wert nur bei 34 Prozent - aber immerhin besser als in der Befragung von 2013 mit 29 Prozent. Unternehmen und Organisationen müssten auch kritische Themen in die eigene Agenda aufnehmen, so Prof. Dr. Michael Bürker, Leiter und Initiator der Studie. Wie schon bei den klassischen Medien würden negative Äußerungen durch das Ignorieren von kritischen Themen nicht verhindert. "Eher verlagern sie sich auf andere Kanäle und werden dem Einfluss der eigenen Kommunikation entzogen", sagt Bürker weiter.

Unternehmen sollten mehr zuhören
Bei Zuhören und Dialog liegen Anspruch und Wirklichkeit am weitesten auseinander: Mehr als 40 Prozent der täglichen Internet- und Facebook-Nutzer legen Wert darauf, dass Unternehmen und Organisationen ihre Meinung zu wichtigen Themen wahrnehmen. Den Eindruck, dass dies tatsächlich geschieht, haben allerdings nur knapp zehn Prozent. "Nur wer den Signalen und Aussagen seiner Ziel- und Anspruchsgruppen Gehör schenkt und sich mit ihnen auseinandersetzt, hat die Chance sich weiterzuentwickeln und im Wettbewerb durchzusetzen“, betont Bürker. Dafür bieten die interaktiven und dialogischen Möglichkeiten der sozialen Medien die besten Voraussetzungen.

Wissensquelle "klassische Medien" ganz vorn
Für viele sicher überraschend: Klassische Medien liegen auch bei Internet- und Social-Media-Nutzern vorn. Die Studienergebnisse zeigen, dass 61 Prozent der täglichen Internet- und Facebook-Nutzer ihr Wissen über Unternehmen und Organisationen in erster Linie aus den klassischen Medien beziehen. Nur 28 bzw. 33 Prozent nutzen dafür das Social Web. Damit komme laut Bürker der Pressearbeit nach wie vor eine strategische Bedeutung im Kommunikationsmix von Unternehmen und Organisationen zu.

Prof. Dr. Michael Bürker fungiert nicht nur als Studienleiter und Geschäftsführender Gesellschafter von Commendo, er lehrt auch an der Hochschule Macromedia (Lehrgebiet PR und Kommunikationsmanagement).

 

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