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Handel: Alle Akteure der Innenstadt sollten gemeinsam die "Online-City" finanzieren

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Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf die Stadtmarketingarbeit? Dieser Frage ist die Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland e.V. (bcsd), Berlin, im Sommer 2015 nachgegangen und hat dazu 471 Stadtmarketingorganisationen mit Hilfe eines Fragebogens zu den Themenfelder Handel, Tourismus und Öffentlichkeitsarbeit befragt.

Die erste Auswertung der Statements zum Thema (Online-)Handel zeigt, dass die Auswirkungen der Digitalisierung ein zentrales Zukunftsthema für den Handel und die Innenstädte darstellt. Nahezu alle Verantwortlichen sehen darin die große Chance, die Serviceangebote der Stadt für Bürger, Besucher und Kunden qualitativ zu steigern. Über 90 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass "ein Handelsplatz, der das Beste aus Online-Handel und stationärem Handel verknüpft, unschlagbar ist". Knapp über 80 Prozent meinen, dass alle Akteure der Innenstadt gemeinsam die sogenannte Online-City finanzieren sollten.

Aber: Bei dem konzeptionellen Ansatz eine "Online-City" zu entwickeln und zu betreiben, mangelt es den Innenstadt-Akteuren laut Umfrage vor allen am Gemeinschaftssinn, an technischer Kompetenz bei einzelnen Händlern und an verlässlichen technischen Voraussetzungen (z.B. technische Infrastruktur, digitale Warenwirtschaftssysteme, bewährte Online-Plattformen). Das City- und Stadtmarketing engagiert sich in diesem Aufgabengebiet, doch mangelt es hier insbesondere an den Ressourcen: So halten etwa 60 Prozent der Befragten es aktuell nicht für möglich, das Aufgabenfeld im City- und Stadtmarketing zu koordinieren. Die Wichtigkeit einer solchen Online-City ist aber fast allen klar: Rund 90 Prozent der Befragten geben deshalb an, dass sich möglichst viele inhabergeführte und filialisierte Geschäfte beteiligen müssten, und dass es eine Förderung durch offizielle Stellen sowie einen "digitalen Kümmerer" als Anlaufstelle geben sollte.

Mehr zur Auswertung der bcsd-Umfrage zum Thema (Online-)Handel finden Interessierte in der Oktober-Ausgabe von Public Marketing 10/2015.



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(yw) 29.10.2015




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