Sachsens Wissenschaftsministerin für Neuausschreibung der Rektorwahl an der Uni Leipzig

Die Universität Leipzig hat gestern (7.1.) mitgeteilt, dass auch der zweite vom Hochschulrat vorgeschlagene Kandidat seine Bewerbung für das Rektorenamt zurückgezogen hat. Damit gibt es nun keinen Kandidaten mehr auf der Wahlvorschlagsliste des Hochschulrates.
Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange erklärt dazu: "Die Hochschulleitung muss jetzt prüfen, ob sie das Verfahren abbricht und neu startet. Ich plädiere für eine Neuausschreibung des Rektoramts. Wir werden also bei der Neubesetzung eine zeitliche Verzögerung haben. Das Hochschulgesetz schreibt für diesen Fall vor, dass die Mitglieder des Rektorats solange im Amt bleiben bis ein neuer Rektor bestellt wird. Es tritt also keine Lücke nach dem formalen Ende der Amtszeit der amtierenden Rektorin, Frau Prof. Schücking, ein. Ich erwarte, dass alle im Interesse der Universität Leipzig und der Lösung vieler anstehender Zukunftsaufgaben wie z.B. die Hochschulentwicklungsplanung sehr sachlich, rechtskonform und zielorientiert in die nächsten Monate hineingehen. Die Uni Leipzig ist eine leistungsstarke, für Wissenschaftler und Studierende attraktive Hochschule. Das gilt es in den kommenden Jahren mit einem starken Rektorat auszubauen."
Prof. Dr. med. Beate A. Schücking fungiert seit dem seit 1. März 2011 als Rektorin der Universität Leipzig. Sie ist die erste Frau in diesem Amt seit Gründung der Universität im Jahre 1409. Der Hochschulrat der Uni, der dem Senat die Bewerber für das Rektorenamt vorschlägt, hatte im Herbst 2015 Schücking nicht für eine Wiederwahl nominiert. Stattdessen wurden zwei externe Kandidaten vorgeschlagen.
(yw) 08.01.2016










