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Deutsche überzeugt: Werte Sicherheit, Leistung und Solidarität werden wichtiger

Die Flüchtlingskrise, Terroranschläge und der Krieg gegen den IS: In krisengeschüttelten Zeiten wie diesen gewinnt Sicherheit für rund drei Viertel der Deutschen besonders an Bedeutung. Dies ergab eine Umfrage des GfK Vereins zum "Bedeutungswandel von Werten". An der Spitze der Werte-Agenda stehen außerdem Leistung und Solidarität.

Zum Jahreswechsel befragte der GfK Verein mehr als 1.000 Menschen zu 13 Wertebegriffen. Gefragt wurde, ob die Werte in der aktuellen Zeit wichtiger oder weniger wichtig werden. Das Ergebnis ist eindeutig: 76 Prozent der Befragten gaben an, dass Sicherheit zunehmend wichtiger wird. Lediglich drei Prozent sind vom Gegenteil überzeugt. Damit steht Sicherheit ganz oben im Ranking - mit weitem Abstand vor den anderen Werten und aus Sicht aller Altersgruppen. "Das vergangene Jahr hat Spuren hinterlassen - dies sehen wir auch beim Vergleich mit den Vorjahresergebnissen: Das Plus von acht Prozentpunkten zeigt, dass noch einmal deutlich mehr Menschen glauben, dass Sicherheit an Bedeutung gewinnt", sagt Prof. Dr. Raimund Wildner, Geschäftsführer des GfK Vereins.

Leistungsbereitschaft und Solidarität im Aufwind

Auf Platz zwei liegt - wie im Vorjahr - der Wert Leistung. Strebsam zu sein, hält jeder Zweite für zukunftsträchtig. Aber auch Solidarität auf Platz drei halten fast ebenso viele (49 Prozent) für zunehmend wichtiger. "Die Attentate von Paris und die vielen Bilder der Flüchtlinge haben sicherlich dazu beigetragen, dass das Solidaritätsbewusstsein der Menschen gewachsen ist", erläutert Raimund Wildner das Umfrageergebnis. Mit neun Prozentpunkten mehr gegenüber 2014 erreicht der Wert den höchsten Zuwachs und schaffte damit den Sprung von Rang neun auf Rang drei auf der Werteliste.

Zuhause und Vertrauen

Die Werte Zuhause und Vertrauen befinden sich mit 48 und 47 Prozent auf den Rängen vier und fünf des Rankings. Aber die Deutschen erachten für die Zukunft auch andere Werte als zunehmend wichtig: Neben Verantwortung (44 Prozent) nennen die Umfrageteilnehmer Optimismus (43 Prozent), Innovation (39 Prozent) und Wettbewerb (38 Prozent) als Werte, die an Bedeutung gewinnen. Dass im Jahr 2016 Macht eine wachsende Rolle spielt, glaubt rund ein Drittel der Befragten.

Jüngere glauben, Abenteuer und Luxus gewinnen

Die Schlusslichter der Umfrage bilden Luxus und Abenteuer: Nur 19 bzw. 17 Prozent der Befragten glauben, dass Hedonismus künftig relevanter wird. Bei den Jüngeren sieht das schon ganz anders aus: 27 Prozent der 14- bis 24-Jährigen glauben, dass Abenteuer ein Wert ist, der wichtiger wird. Luxus schätzen am häufigsten die 25- bis 34-Jährigen als zunehmend bedeutenden Wert ein: 28 Prozent sind dieser Ansicht - das sind neun Prozentpunkte mehr als beim Durchschnitt aller Befragten. Zudem setzt diese Altersgruppe auf Neues: 47 Prozent nennen Innovation als einen Wert, der immer relevanter wird. Damit rangiert die Innovation auf Rang 2 der Werteliste der 25- bis 34-Jährigen, beim bundesweiten Durchschnitt belegt dieser Wertebegriff lediglich Rang acht.

Über die Studie:

Für die Studie "Bedeutungswandel von Werten" hat die GfK Marktforschung im Auftrag des GfK Vereins im Dezember 2015 1.078 Frauen und Männer ab 14 Jahren (repräsentativ für die deutsche Bevölkerung) befragt.

 

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