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U-Multirank: Deutsche Fachhochschulen weltweit an der Spitze

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Die dritte und bislang umfangreichste Ausgabe des europäischen Hochschulrankings "U-Multirank" zeigt, dass beim getesteten Indikator "gemeinsame Publikationen mit Wirtschaft und Industrie" sich mit den Hochschulen aus Reutlingen, Nürnberg und München gleich drei deutsche Hochschulen an der Spitze des Rankings befinden.

"U-Multirank liefert wertvolle Informationen für die Teilnehmer und gibt uns ein besseres Bild darüber, wie effektiv Universitäten als Wirtschaftswachstumstreiber und für den sozialen Zusammenhalt sind. Europa braucht leistungsfähige Universitäten ebenso wie technische und regionale Institutionen, die mit Unternehmen zusammenarbeiten und Innovationsmotoren für ihre Regionen sind. Die EU muss mehr tun, um sie zu unterstützen und ich werde dies in der erneuerten Strategie zur Modernisierung der Hochschulbildung im Laufe des Jahres berücksichtigen", erklärt EU-Bildungskommissar Tibor Navracsics.

US-Universitäten dominieren bei der Forschung

U-Multirank zeigt die vielfältigen Stärken der Hochschulen. Während in der Forschung beim weltweiten Vergleich US-Hochschulen dominieren, zeigen sich bei Wissenstransfer, der internationalen Orientierung sowie Studium und Lehre die Stärken der europäischen Hochschulen. Weitere Dimensionen in U-Multirank sind Internationalität und regionales Engagement.

Die Listen zeigen zehn Indikatoren - von der Betreuungsrelation für die Dimension "Studium und Lehre" bis hin zum Anteil besonders häufig zitierter Publikationen für die Forschung. Der Indikator "Top cited publications" ist in U-Multirank einer von acht Indikatoren zur Forschung. Hier werden die Spitzenplatzierungen stark von US-Hochschulen dominiert, die 18 der 25 Spitzenhochschulen stellen.

In der Liste der Hochschulen mit den meist zitierten Publikationen sind nur sechs europäische: je zwei aus Frankreich und Großbritannien sowie je eine aus der Schweiz und Finnland. Unter den 25 Hochschulen mit den absolut meisten Publikationen sind zwölf aus den USA, fünf aus Asien, zwei kanadische sowie eine aus Brasilien – sowie fünf europäische Hochschulen, darunter vier aus Großbritannien und eine aus Frankreich.

Deutsche Hochschulen glänzen bei Wirtschaftskooperationen

Ein völlig anderes Bild zeigt sich bei dem Indikator "gemeinsame Publikationen mit Wirtschaft und Industrie", ein Schlüsselindikator für die Dimension Wissenstransfer: Hier sind 17 der 25 Top-Hochschulen aus Europa, darunter viele Technische Universitäten und Fachhochschulen – aus Deutschland finden die Hochschulen Reutlingen, Nürnberg und München.

Die U-Multirank-Daten machen deutlich, an welchen Hochschulen ein reger internationaler Studierendenaustausch zu finden ist; hier lassen sich keine einzelnen Länder als herausragend erkennen. Die Liste der Spitzenhochschulen wird von Business Schools dominiert. Hochschulen mit der besten Betreuungsrelation, sind in einer Reihe von europäischen Ländern zu finden (Belgien, Deutschland, Italien, Polen und Spanien), und ebenso in Brasilien und Japan.

Die vollständigen Ergebnisse finden Interessierte unter www.umultirank.org.

Das U-Multirank

U-Multirank ist ein neues nutzerorientiertes, multidimensionales weltweites Ranking von Hochschuleinrichtungen, das verschiedene Aspekte des Hochschulwesens abdeckt, unter anderem Forschung, Lehre und Lernen, internationale Orientierung, Wissenstransfer und regionales Engagement. U-Multirank ist ein unabhängiges Ranking, das in den Anlaufjahren von der Europäischen Union finanziell unterstützt wird. In diesem Instrument für den Leistungsvergleich sind über 1.300 Hochschuleinrichtungen aus aller Welt erfasst, darunter 85 deutsche Hochschulen. Analysiert wurden Daten zu mehr als 3.250 Fakultäten und 10.700 Studiengängen. Mit seinem multi-dimensionalen Ansatz vergleicht U-Multirank die Leistungen von Hochschulen in fünf Dimensionen und stuft sie bei jedem Indikator in fünf Ranggruppen ein von "A" (sehr gut) bis "E" (schwach).

U-Multirank wurde von einem unabhängigen internationalen Konsortium unter Federführung des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE), des Center for Higher Education Policy Studies (CHEPS) an der Universität Twente und des Centre for Science and Technology Studies (CWTS) an der Universität Leiden Leiden University entwickelt. Das Konsortium wird von Prof. Dr. Frans van Vught (CHEPS) und Prof. Dr. Frank Ziegele (CHE) geleitet. Weiter Partner sind die Studierendenberatungsfirma Push (London), die Software-Firma Folge 3 (Hamburg), die Bertelsmann Stiftung sowie weitere nationale Partner.

Die vierte Ausgabe von U-Multirank wird im März 2017 veröffentlicht. Hochschulen, die sich beteiligen möchten, können sich auf der U-Multirank-Webseite www.u-multirank.eu für die Teilnahme registrieren.



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(rh) 05.04.2016




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