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Akademikerzuwachs und Gehaltssteigerung bedingen Immobilienpreise

Die Preisentwicklung des Wohneigentums steht im engen Zusammenhang mit der beruflichen Qualifikation der Einwohner. So bedeutet eine positive Einkommensentwicklung bei den Akademikern um zehn Prozent erhöhte Wohnungspreise um sechs Prozent in einer Stadt. Das geht aus der Postbank-Studie „Wohnatlas 2016 – Leben in der Stadt“ hervor, die von der Helmut-Schmidt-Universität unter der Leitung von Michael Bräuninger, Professor an der Uni und Experte für Economic Trends Research, durchgeführt wurde. Die Analyse hat die 30 größten Städte Deutschlands untersuchtsowie sechs Städte, die jeweils die größten eines Bundeslands sind, jedoch nicht zu den Top 30 zählen.

Wohneigentum wird teurer in Nürnberg und Mannheim

Die höchsten Wertsteigerungen sind in Nürnberg und Mannheim zu erwarten. Die beiden Städte weisen ein überdurchschnittliches Wachstum der Gehälter unter den Akademikern von 116,2 bzw. 107,8 Prozent bis 2030 auf. Das entspricht einer Verdoppelung der Einkommen. Für die Entwicklung der Wohnungspreise bedeutet das einen Anstieg von 65 bis 70 Prozent in den kommenden Jahren. „Nürnberg und Mannheim sind aus dieser Perspektive echte Trendstädte mit Aussicht auf Wertsteigerung. Wer hier lebt und sich Wohneigentum leisten kann, sollte nicht zu lange mit dem Kauf warten“, erklärt Georg Hoogendijk, Geschäftsführer der Postbank Immobilien GmbH.

Höhere Akademiker-Gehälter bedeuten höhere Wohnpreise

In der Studie wird auch deutlich, dass nicht allein der prognostizierte Zuwachs der Akademiker in einer Stadt ausschlaggebend für die Wohnpreisgestaltung ist. Denn obwohl Stuttgart und Frankfurt am Main bis 2030 mit 23,1 bzw. 17,5 Prozent mehr Akademiker rechnen, ist aufgrund der geringeren positiven Gehaltsentwicklung nur mit einer 51- bzw. 54-prozentigen Steigerung der Wohnpreise zu rechnen.

Düsseldorf scheint sowohl bei dem Akademikerzuwachs als auch bei der Wertsteigerung gut abzuschneiden. Denn einerseits prognostiziert die Studie eine Steigerung der hochqualifizierten Bewohner von 18,9 Prozent, andererseits auch eine Gehaltssteigerung von 101,7 Prozent, was wiederum einen Preisanstieg von 61 Prozent für die Wohnimmobilien mit sich zieht.

Schlusslichter der Studie sind die Städte Erfurt, Gelsenkirchen und Chemnitz, bei denen von Preissteigerungen von lediglich 14 bis 20 Prozent ausgegangen wird. Dies liegt unter anderem an dem geringen Akademikerzuzug.

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Anja Lüth 20.05.2016

 

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