
Im Rahmen des GoHelp-Programms arbeitet die Deutsche Post DHL Group seit inzwischen zehn Jahren mit den Vereinten Nationen zusammen; Foto: DHL
Bedeutung öffentlich-privater Partnerschaften im humanitären Bereich wächst
Die Deutsche Post DHL Group und das Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten der Vereinten Nationen (OCHA) haben eine neue Studie präsentiert, die die wachsende Bedeutung öffentlich-privater Partnerschaften im humanitären Bereich verdeutlicht. Demnach können aktuelle humanitäre Herausforderungen nur von Staat und Privatwirtschaft gemeinsam bewältigt werden. Der Bericht mit dem Titel "Combining Capabilities" enthält zahlreiche Fallstudien zu öffentlich-privaten Partnerschaften und zeigt, wie derartige Partnerschaften in der Praxis funktionieren, welche Hindernisse sie überwinden müssen und was ihren langfristigen Erfolg ausmacht. Neben großen globalen Unternehmen wie DHL, Ericsson und MasterCard geben auch erfolgreiche lokale Organisationen wie die an der Publikation beteiligte Telma-Stiftung aus Madagaskar Einblicke in die praktische Arbeit derartiger Partnerschaften.
"Die zunehmende Häufung von Katastrophen mit immer schwereren Auswirkungen und komplexe Krisensituationen sind von den humanitären Hilfsorganisationen alleine nicht mehr zu bewältigen - was wir brauchen, ist eine koordinierte internationale Antwort", sagte Kyung-wha Kang, UN Vize-Generalsekretärin für humanitäre Angelegenheiten und stellvertretende Nothilfe-Koordinatorin bei der Präsentation der Studie.
Als wichtige Erfolgsfaktoren für öffentlich-private Partnerschaften nennt die Studie gemeinsam vereinbarte Leitprinzipien, den effektiven Einsatz von Kernkompetenzen, den Aufbau lokaler Kapazitäten, die klare Trennung von humanitären und kommerziellen Aktivitäten und die Entwicklung verlässlicher langfristiger Partnerschaften - jeweils mit dem Ziel, den identifizierten Bedarf zu erfüllen. Partnerschaften zwischen humanitären Hilfsorganisationen und privaten Unternehmen sollten auf das gemeinsame Ziel ausgerichtet sein, menschliches Leid zu lindern und Menschen in Not bestmöglich zu helfen. So will die Studie helfen, das Bewusstsein und Verständnis für die kritische Rolle zu stärken, die öffentlich-private Partnerschaften in lebensrettenden humanitären Initiativen spielen.
Die Studie kann hier heruntergeladen werden (in englischer Sprache).
Yvonne Wodzak 24.05.2016










