Zukunftsfähigkeit von Städten: Berlin und München sozialer als New York
Die spanische IESE Business School mit Campussen in Barcelona, Madrid und München hat einen "Cities in Motion Index" (CIMI) entwickelt, der die Lebensqualität von Städten weltweit misst. Demnach bieten New York, London und Paris unter 181 untersuchten Städten die höchste Lebensqualität. Gleichzeitig stehen alle drei in puncto sozialen Zusammenhalts (Ungleichheit, Arbeitslosigkeit, Immobilienpreise, Frauen in der Wirtschaft) eher schlecht da. Die deutschen Metropolen Berlin und München dagegen sind im Gesamtranking zwar nur auf Platz 16 beziehungsweise 21 des Index gelistet, in den Kategorien sozialer Zusammenhalt und Umwelt übertreffen sie die Top 3 jedoch deutlich. München etwa ist beim Thema Soziales auf Platz 2 und beim Thema Umwelt auf Platz 3 gelistet und überrundet damit erneut die Bestgelisteten.
Unter den Top 10 der "Smart Cities" befinden sich 2016 außerdem drei weitere nordamerikanische Städte (San Francisco, Boston und Chicago auf Platz 4,5 und 7), zwei weitere europäische Städte (Amsterdam und Genf auf Platz 6 sowie 9) sowie Seoul (Platz 8) und Sydney (Platz 10). Die letztplatzierten Städte Lagos/Nigeria und Karatschi/Pakistan erhielten in fast allen Rubriken schlechte Bewertungen.
Für den CIMI werden 77 Indikatoren in 10 Rubriken verwendet, anhand derer die Lebensqualität der indizierten Städte bewertet werden: Governance (Wirksamkeit staatlicher Maßnahmen), Stadtplanung, Public Management (Effizienz der Verwaltung), internationale Reichweite (Tourismus und Auslandsinvestitionen), Umwelt, Technologie, sozialer Zusammenhalt (Konsens zwischen den verschiedenen sozialen Gruppen einer Stadt), Transport und Verkehr (Mobilität und Zugang zu öffentlichem Nahverkehr), Humankapital (Gewinnen und Fördern von Talenten) sowie Wirtschaft (ökonomische Entwicklung).
Interessierte können sich die vollständige Studie hier downloaden.
Rebekka Hans 01.06.2016









