
Zukunft des Ruhrgebiets hängt von Kooperation und einem neuen Leitbild ab
Die Entwicklung der Ruhrregion in den nächsten zehn Jahren wird zeigen, welche Rolle das ehemalige Bergbaugebiet im Vergleich zu den anderen globalen Ballungsräumen spielt. Das ergab die Zukunftsstudie „Das Schicksalsjahrzehnt“ der RAG-Stiftung, die knapp 30 Experten aus Themenfeldern wie Globalisierung, Digitalisierung und Urbanisierung zu den Herausforderungen, Chancen und Risiken für das Ruhrgebiet befragt hat. Die Studie, die unter dem Dach des Programms „Glückauf Zukunft!“ initiiert wurde, will eine Debatte über die Erneuerung des Ruhgebiets anstoßen. Die RAG-Stiftung entwickelte das Programm gemeinsam mit der RAG Aktiengesellschaft, Evonik Industries AG sowie der Industriegesellschaft Bergbau, Chemie, Energie.
Studie formuliert sieben Zukunftsthesen
In der Analyse wurden insgesamt sieben Thesen zur Zukunft des deutschen Ballungsraums festgehalten. Eine zentrale Erkenntnis ist, dass vor allem die junge Generation in der Ruhrregion eine wichtigere Rolle spielen sollte. Denn diese Menschen suchen vor allem florierende Ballungsräume, da es dort ausreichende Angebote gibt, die sie für ihre Lebensplanung benötigen.
Zudem zeigt die Untersuchung, dass Megatrends wie Digitalisierung, demografischer Wandel und soziale Ungleichheit Einfluss auf Ballungsräume haben. Insgesamt 67 Prozent der Experten glauben, dass Einwanderung eine Bereicherung für das Revier ist. Die Befragten raten den relevanten Bereichen wie Politik und Bildung, dementsprechend zu handeln und dabei den Standortvorteil einer hohen Hochschuldichte sowie einer international beachteten Kulturlandschaft als Chance zu nutzen.
Neues Erscheinungsbild entscheidet über die Zukunft
Es wurde außerdem festgestellt, dass der Konkurrenzkampf der Städte zur Stagnation führt. Deshalb sei es laut 74 Prozent der Experten wichtig, dass die Metropolen im Ballungsraum intensiv miteinander kooperieren müssen, um an Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit zu gewinnen. Diese Zusammenarbeit kann auch dazu führen, ein zukunftsgerichtetes Leitbild zu entwickeln. Fast alle befragten Experten (96 %) glauben, dass die Attraktivität des Gebietes von einem visuell und ästhetisch ansprechenden Stadtbild abhängt. Hier seien unter anderem Institutionen in Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Bildung gefragt, die zum neuen Leitbild beitragen.
Die Ergebnisse der Studie stehen für Interessierte unter diesem Link zum Download bereit.









