Hohe Wohnzufriedenheit in Deutschland - besonders in den Mittelstädten
Die große Mehrheit der Deutschen ist mit ihrem Wohnort zufrieden. Dies geht aus dem "cima Monitor 2016" hervor. Das Beratungsunternehmen cima führte im vergangenen Jahr – nach 2007 und 2009 – eine telefonische Umfrage rund um das Thema Stadt durch. Insgesamt nahmen 1.605 Personen daran teil.
Auch wenn sich die große Mehrheit der deutschen Bundesbürger (94,4 %) in ihren eigenen vier Wänden wohlfühlt: Regional sind in Sachen Wohnzufriedenheit allerdings deutliche Unterschiede erkennbar. Laut den Befragten herrscht in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen die höchste, in Bremen und Sachsen-Anhalt die niedrigste Wohnzufriedenheit.
Vergleicht man die Entwicklung seit den letzten Befragungen lassen sich laut cima zwei Typen ausmachen:
1. Bundesländer, in denen die Wohnzufriedenheit kontinuierlich schwächer beurteilt wurde als in den Vorjahren: Hierzu gehören Sachsen-Anhalt (-8,3 Prozentpunkte), Hamburg (-7,8 Prozentpunkte), Schleswig-Holstein (-5,3 Prozentpunkte), Baden-Württemberg (-3,6 Prozentpunkte) und Bayern (-3,2 Prozentpunkte)
2. Bundesländer, in denen die Wohnzufriedenheit kontinuierlich stärker beurteilt wurde: Hierzu gehören die Flächenländer Niedersachsen (+2,8 Prozentpunkte) und Nordrhein-Westfalen (+3,1 Prozentpunkte)
Wohnzufriedenheit in Mittelstädten steigt
In allen übrigen Bundesländern war das Entwicklungsmuster nach cima-Angaben diskontinuierlich. Ins Auge fallen die deutlichen Gewinne seit der Befragung 2009 in Berlin mit +5,9 Prozentpunkten und Mecklenburg-Vorpommern mit +6,5 Prozentpunkten. Das Bundesland Sachsen-Anhalt sowie die Stadtstaaten Bremen und Hamburg hingegen müssen laut Umfrage-Ergebnissen mit zurückgehenden Zahlen kämpfen. Vergleicht man zudem die Stadtgrößen, ist ein Anstieg der Wohnzufriedenheit seit 2009 insbesondere in den Mittelstädten zu verzeichnen, während die Wohnzufriedenheit in den Klein- und Großstädten (mit über 500.000 Einwohnern) sinkt.
Rebekka Hans 12.07.2016










