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Die meisten Berliner Museem nutzen die Online-Basics, aber verfügen über keine digitale Infrastruktur; Grafik: TLGG

Berliner Museen hinken der Digitalisierung hinterher

Die Berliner Museen haben den digitalen Wandel verschlafen. Das ergab die Studie "Museen Digital" der ortsansässigen Agentur TLGG. Untersucht wurden 40 repräsentative Museen in der Bundeshauptstadt. Durchschnittlich erhielten die Galerien, Kunstsammlungen und Objektausstellungen die Note "ausreichend" in Bezug auf ihren Digitalisierungsgrad.

Berlinische Galerie landet auf dem Spitzenplatz

Allerdings zeigt die Analyse auch positive Beispiele: Die Spitzenposition im Bereich Digitalisierung belegt die Berlinische Galerie (Note 2,3), die nachfolgenden Plätzen belegen das Deutsche Technikmuseum (ebenfalls Note 2,3) und das Jüdische Museum (2,7). Sie bieten laut Studie nicht nur aktive Kommunikation und digitale Archive, sondern machen das Netz und die digitalen Möglichkeiten zu konstruktiven Teilen ihrer Ausstellungskonzepte.

Zwar verfügen alle untersuchten Museen über eine eigene Webseite und eine aktive Social Media-Präsenz, betrachtet man aber die Maßnahmen jenseits der Kommunikation, bleiben die Museen analog. So sind zwar 97 Prozent der Berliner Museen mit eigener Webseite im Netz, doch nur bei etwas mehr als einem Drittel von ihnen ist beispielsweise ein Online-Ticketkauf möglich.

Fehlende Verknüpfung von analogen und digitalen Angeboten

Vor Ort hat die digitale Welt nur in geringem Maß Einzug gehalten – vor allem die Möglichkeit, Gäste ihren Besuch aktiv dokumentieren zu lassen, wird kaum genutzt. So werden offizielle Hashtags nur von knapp 19 Prozent der Museen kommuniziert, und lediglich die Hälfte der getesteten Institutionen verweist vor Ort auf ihre Social Media-Kanäle. Eigene Apps – abgesehen von übergreifenden Apps, ohnehin nur für 11,9 Prozent der Museen ein Thema – bieten vor allem Grundlagen wie eine kurze Museumsgeschichte, Öffnungszeiten und einen Terminkalender. Lediglich ein Museum, das Deutsche Technikmuseum, bietet eine virtuelle Tour an. Digitale Sprachführer, exklusiver Content und weiterführende Angebote sind kaum vorhanden.

Nur jedes dritte Museum mit eigenem WLAN

Nur 30 Prozent der Museen bietet ein eigenes WLAN an, so dass die Besucher in den meisten Fällen auf das unzuverlässige mobile Netz und ihren individuellen Datentarif angewiesen sind. Vielleicht liege darin der Grund, weshalb nur jedes zweite Haus auf seine Website sowie auf seine Social Media-Präsenz verweist, mutmaßt die Berliner Agentur.

Die "digitalisiertesten" Berliner Museen

1. Berlinerische Galerie
2. Deutsches Technikmuseum
3. Jüdisches Museum
4. Currywurst Museum
5. Ephraim Palast
6. Deutsches Historisches Museum
7. Anne Frank Zentrum
8. Knoblauchhaus


Jedes zweite Museum weist offline nicht auf die eigenen Social Media-Kanäle hin; Grafik:TLGG


 

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