Regionalpresse muss mobile Performance ausbauen

Die Ladezeit von Online-Präsenzen auf mobilen Devices ist bei den regionalen Tagesmedien durchschnittlich zu langsam. Nur rund ein Drittel der Zeitungen in der DACH-Region erreichen ideale Werte. Das ergab eine Analyse der Performance-Marketing-Agentur MSO Digital, die insgesamt 41 reichweitenstarke regionale Tageszeitungsmedien in Deutschland (20), Österreich (12) und der Schweiz (9) beobachtet hat. Die Probanden wurden nach dem Kriterium der Unique User ausgewählt.
Die Google Page Speed, also die Ladezeit einer Seite auf Mobilgeräten und Desktop-Computern, liegt bei den Top 20 der deutschen Regionalmedien bei durchschnittlich 53 Punkten. Lediglich sechs davon erreichen Werte von 60 oder mehr. Die Page-Speed-Skala reicht von 0 bis 100 Punkten. Auch die Zeitungen in Österreich und der Schweiz weisen mit 55 bzw. 56 Punkten einen ähnlichen Wert auf. Zu den häufigsten Fehlern bei der mobilen Performance gehören vor allem technische Mängel bei der Bildkomprimierung, im Caching oder beim Quellcode.
Darüber hinaus hat die Untersuchung festgestellt, dass lediglich ein Drittel der Regionalpresse in der DACH-Region die Google AMP-Technologie nutzen (Accelerated Mobile Pages), die seit April dieses Jahres für alle Verlage geöffnet wurde. Sie hilft dabei, Webseiten auf Mobilgeräten schneller zu laden. In Deutschland setzen sechs der analysierten Medien auf diesen Dienst, in Österreich vier und in der Schweiz drei.
Schahab Hosseiny, CEO von MSO Digital, mahnt die Unternehmen zur Eile: "Verlage sollten die kurze Zeitspanne für sich nutzen, in der die Wettbewerber technische Neuerungen noch nicht ausprobiert haben. AMP werden für Newsseiten definitiv wichtiger, weil sie künftig in die normalen Google-Suchergebnisse miteinfließen sollen. Bis Ende des Jahres werden AMP zur Pflichtaufgabe."
(al) 12.10.2016










