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Konsumenten wollen Erlebniswelten im Handel

Das Shopping- und Einkaufserlebnis ist einem grundlegenden Wandel unterzogen. Neben physischen Geschäften gibt es Online-Shops und Bestell-Services. Wo geht der Trend in diesem Bereich hin? Das digitale Handelsunternehmen QVC Deutschland hat einen Blick in die Zukunft des Handels geworfen und die Zukunftsstudie Handel 2036 "Wie kauft Deutschland übermorgen ein?" in Auftrag gegeben. Dafür befragten das Trendbüro Hamburg und TNS Infratest insgesamt 1.007 Konsumenten aus der Generation X (31-45 Jahre), Y (16-30 Jahre) und Z (Kinder und Jugendliche) zu ihren Wünschen und Ideen für eine Shopping-Welt der Zukunft. Darüber hinaus wagten auch Experten aus Handel, IT und Wissenschaft einen Blick in die Glaskugel.

Konsumenten wollen reales Erlebnis

Die wichtigste Erkenntnis ist, dass das reale Erlebnis und die menschliche Nähe immer mehr in dem Vordergrund rücken. Insgesamt 35 Prozent der Befragten sagen, dass das gemeinsame Shopping für sie wichtig sei. Doch ist es in Zeiten zunehmender technischer Neuerungen nicht mehr erforderlich, dass Freunde und Familie live dabei sind. Das glauben auch 19 Prozent, die sich vorstellen können, "gemeinsam im Online-Chat oder in der virtuellen Realität shoppen zu geben". Zudem wäre jeder vierte Deutsche bereit, sich durch Computer oder Roboter beraten zu lassen.

Diese Vermischung von virtueller und realer Welt ist für fast die Hälfte der Deutschen (43 Prozent) ein normaler Vorgang. Bei der Generation Y sind es 50 Prozent, bei der Generation X immerhin noch 33 Prozent. Dennoch wächst bei vielen Deutschen der Wunsch nach echten Erfahrungen. Die Mehrheit (77 Prozent) gibt an, dass die reale Erlebniswelt vor dem Hintergrund des digitalen und virtuellen Wandels für die Konsumenten wertvoller wird. Das kann wiederum dem stationären Handel und den Shopping-Centern zugutekommen, die Offline-Erlebniswelten schaffen können.

Virtual Reality und Datenaustausch werden wichtiger

Ein Punkt, der vor allem die jungen Konsumenten reizt, ist das Thema Virtual Reality. So kann sich jeder vierte Befragte der 16- bis 30-Jährigen vorstellen, virtuelle Einkaufswelten mittels einer Brille zu erkunden. Damit einhergeht auch die Erstellung von personalisierten Produkten. Bereits jetzt wünschen sich drei Viertel der Befragten Produkte, die genau ihren Bedürfnissen entsprechen. Laut Studie halten es 31 Prozent für möglich, dass Produkte im Laden speziell zum Beispiel per 3D-Drucker angefertigt werden.

Eine weitere Frage widmete sich der Bedeutung der Produkte für die Konsumenten. Experten prognostizieren, dass diese 2036 weniger als Statussymbole wahrgenommen werden. So geben 63 Prozent an, dass "zukünftig der als cool gilt, der nicht alles haben muss".

Leasing, Sharing, Flatrates und Abo-Modelle und damit der Austausch von persönlichen Dateninformationen treten zunehmend in den Vordergrund. Insgesamt 38 Prozent der Deutschen (46 Prozent Männer, 30 Prozent Frauen) sind bereit, ihre Daten herauszugeben, wenn sie im Gegenzug "billigere Angebote für oft genutzt Produkte und Dienste" erhielten.

Durch Technologien effizient einkaufen

Die Studie wirft zudem einen Blick auf den alltäglichen Einkauf, der auch in Zukunft aufgrund des knappen Gutes "Zeit" effizient sein muss. Für jeden Dritten ist es in Zukunft denkbar, automatische Bestellungen zu nutzen; 42 Prozent würden gar einen digitalen Assistenten bedienen, der automatisch die günstigsten Angebote heraussucht. Auch Sprachkommandos, die den Geräten signalisieren, dass Nachschub gewünscht ist, werden wichtiger. Das sehen 41 Prozent der Befragten so.

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Anja Lüth 19.10.2016

 

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