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Vor allem süddeutsche Mittelstädte profitieren von dem anhaltenden Städtetrend. Teuerster Ort in Deutschland ist Konstanz; Foto: immowelt.de

Mittelstädte werden immer beliebter - Immobilienpreise boomen

Urbanes Leben ist so beliebt wie nie zuvor und immer mehr Menschen ziehen in die Städte. Das treibt auch die Immobilienpreise deutlich nach oben. Allerdings sind nicht mehr nur die Metropolen hip, auch Mittelstädte mit 50.000 bis 100.000 Einwohnern ziehen kräftig an. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Immobilienportals immowelt.de. Untersucht wurden die Preise der insgesamt 107 deutschen Städte mit 50.000 bis 100.000 Einwohnern. Am teuersten sind Wohnungen und Häuser in den Mittelstädten Konstanz, Tübingen und Rosenheim. Auch in Landshut und Bad Homburg müssen Käufer tief in die Tasche greifen. Damit liegen vier der fünf teuersten Mittelstädte in Süddeutschland.

Konstanz ist die teuerste Stadt Deutschlands

Mit 4.118 Euro pro Quadratmeter im Median ist Konstanz das teuerste Pflaster unter den Mittelstädten. 2011 kostete der Quadratmeter hier noch 2.892 Euro, das entspricht einem Preisanstieg von 42 Prozent. Die Lage am Bodensee verspricht hohe Lebensqualität und die direkte Nachbarschaft zur Schweiz, Österreich und Liechtenstein macht Konstanz zum idealen Wohnort für Pendler.

Am zweitteuersten sind Immobilien in Tübingen. Hier liegt der Preis für eine Eigentumswohnung bei 3.858 Euro pro Quadratmeter, das sind 38 Prozent mehr als vor fünf Jahren (2.802 Euro). Die Universitätsstadt liegt rund 30 Kilometer südlich von Stuttgart und stellt damit eine gute Wohnalternative für Berufstätige dar, die in der Landeshauptstadt arbeiten. Hohe Preise im deutschlandweiten Vergleich zahlen Käufer auch im bayerischen Rosenheim. Wer in der Bilderbuchstadt mit Alpenpanorama nach einer Immobilie sucht, muss mit Preisen von 3.820 Euro pro Quadratmeter rechnen. Das sind 95 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren (1.960 Euro). Rosenheim lockt mit seiner attraktiven Lage zwischen Chiemsee und Wendelstein und einer guten Zugverbindung nach München.

Landshut und Bad Homburg mit Einwohnerrekord

Zu den aufstrebenden Wohnungsmärkten zählt auch die niederbayerische Bezirkshauptstadt Landshut. Mit 3.650 Euro pro Quadratmeter legten die Preise hier seit 2011 (2.095 Euro) um 74 Prozent zu. Erst im November meldete die Stadt einen neuen Einwohnerrekord: Zum ersten Mal wohnen mehr als 70.000 Menschen in Landshut. Die pendelbare Nähe zu München, das historische Stadtbild und ein großes kulturelles Angebot tragen zur wachsenden Beliebtheit der Stadt bei.

Auch im hessischen Bad Homburg steigen die Preise für Eigentum kräftig. 3.592 Euro müssen Käufer hier für den Quadratmeter hinblättern. Vor fünf Jahren waren es noch 2.192 Euro - das ist ein Anstieg von 64 Prozent. Die Kurstadt im Taunus besticht durch ihre verkehrsgünstige Lage zu Frankfurt. Die hessische Metropole ist nur etwas mehr als 20 Kilometer entfernt und sowohl mit Auto als auch S-Bahn gut zu erreichen.

 

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