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Im internationalen Vergleich verzeichnet Deutschland das zweitbeste Image, muss aber im Vergleich zum Vorjahr Verluste hinnehmen; Foto: GfK

Länder-Ranking: Deutschlands Image kann sich sehen lassen

Die USA und Großbritannien müssen in diesem Jahr einen deutlichen Imageverlust hinnehmen. Das geht aus dem Anholt-GfK Nation Brands IndexSM (NBISM) hervor, der von Prof. Simon Anholt in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) erstellt wird. Die jährliche Studie misst, wie insgesamt 50 Länder weltweit wahrgenommen werden. Sie zeigt nicht nur, welches Image ein Land derzeit hat, sondern auch, in welche Richtung es sich entwickelt.

Alle Top 10 Länder erleiden Imageverlust

Während im Vorjahr acht der zehn am besten bewerteten Länder einen NBISM-Punktegewinn verzeichneten, müssen 2016 alle Länder im Top 10 Ranking Einbußen hinnehmen. Großbritannien und USA erleiden dabei die größten Imageverluste. Aber auch der Punktestand von Deutschland, Japan und Frankreich ist stark zurückgegangen.

"Für gewöhnlich ist die weltweite Wahrnehmung eines Landes äußerst stabil. Änderungen sind aber möglich und finden auch statt. In erster Linie bestimmt der wahrgenommene Einfluss eines Landes auf die Welt das Nationen-Image und nicht etwa nationale Besonderheiten oder Erfolge. Genau das können wir dieses Jahr beobachten. Länder, denen ein starker Einfluss auf die Welt zugeschrieben wird, haben in einem Jahr, das von andauernden internationalen Konflikten und humanitären Krisen geprägt war, an Ansehen verloren", erklärt Prof. Simon Anholt, unabhängiger Politikberater und Leiter der Studie.

"Wie eine Nation wahrgenommen wird, bestimmt das Zusammenspiel aus bereits lange bestehenden Zuschreibungen oder Stereotypen und kurzfristigen Einflussfaktoren wie positiver oder negativer Berichterstattung oder einschneidenden Ereignissen wie Katastrophen", ergänzt Vadim Volos, der für den Nation Brands IndexSM zuständige GfK-Experte. "Jedes Land kann sein Image aber auch ein Stück weit selbst beeinflussen, beispielsweise indem es die positiven Besonderheiten hervorhebt, um den Tourismus und Investitionen ins Land anzukurbeln. Eine Veränderung des Ansehens benötigt aber natürlich auch etwas Zeit."

USA führt das Ranking an – Deutschland auf Platz 2

Rückgänge in der NBISM-Punktzahl führen nicht zwangsläufig auch zu einer Rangänderung – zumindest nicht unmittelbar. Die USA, Deutschland und Großbritannien behalten zwar jeweils ihre Plätze 1, 2 und 3, jedoch haben die USA jetzt einen geringeren Vorsprung vor Deutschland.

Außerhalb der Top 3 gab es einige Rangänderungen. Frankreichs Punkteverlust – ausgelöst vor allem durch Rückgänge in den Bereichen Regierung sowie Immigration & Investitionen – ermöglichte Kanada vorbeizuziehen und den vierten Platz einzunehmen. Diese Nation ist Großbritannien also dicht auf den Fersen. Auch Italien macht im Vergleich zum Vorjahr einen Platz gut und verweist Japan auf Rang sieben.

 

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