Gelsenkirchen wird mit UNESCO Learning City Award 2017 belohnt

Die Ruhrgebietsstadt Gelsenkirchen erhält den UNESCO Learning City Award 2017, der Städte für ihre nachhaltige Entwicklung im Bereich Bildung und lebenslanges Lernen ehrt. Gelsenkirchen habe sich vor allem durch die Einbindung von Akteuren, die vielseitigen Projekte zur Förderung des Zugangs zu Bildung und die Einrichtung eines Monitoring-Verfahrens hervorgetan, so die Jury.
Der UNESCO Learning City Award wird alle zwei Jahre vom UNESCO Institute for Lifelong Learning (UIL) vergeben. Er zeigt Best Practice-Beispiele von nachhaltiger Entwicklung auf kommunaler Ebene auf. In diesem Jahr erhalten insgesamt 16 Städte weltweit die Auszeichnung, darunter Tunis (Tunesien), Bristol (Großbritannien) und Okayama (Japan). Die Verleihung wird im Rahmen der dritten internationalen Konferenz zu Learning Cities vom 18. bis 20. September 2017 in Cork, Irland, stattfinden. Das UTL koordiniert ein globales Netzwerk von mehr als 100 Städten aus 28 Ländern.
"Die Globale Nachhaltigkeitsagenda fordert Städte zu einer Politik auf, die inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig ist. Eine solche Politik erlaubt Menschen, kreative Lösungen zu verstehen, zu unterstützen und zu entwickeln, jene Lösungen also, die grundlegend für eine nachhaltige Stadtentwicklung sind. Gelsenkirchen setzt sich hierfür in vorbildlicher Weise ein und lebt dabei Partizipation vor. So hat Gelsenkirchen beispielsweise eine Erklärung zu seinem Learning City Plan aufgesetzt, die von mehr als 40 Partnern unterzeichnet wurde", sagt Prof. Dr. Verena Metze-Mangold, Präsidentin der deutschen UNESCO-Kommission.
Gelsenkirchen war bereits 2016 von der Deutschen UNESCO-Kommission und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung für seine Programme im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet worden. Seit 1997 engagiert sich die Stadt aus Nordrhein-Westfalen dafür, mit Hilfe von Stadtverwaltung, Stadtgesellschaft, Organisationen und Vereinen, Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Bildung zu ermöglichen und den Gedanken der Nachhaltigkeit zu vermitteln. Die Vision von Gelsenkirchen lautet: "Einen Ort, eine Stadt, einen Lebensraum entwickeln, in dem die Menschen sich wohl fühlen, den sie beleben und mitgestalten können. Heimat als Ort, der in Verbindung mit der Außenwelt steht und den Bewohnern einen neuen Begriff von Zukunft vermittelt. Bildung für nachhaltige Entwicklung soll dabei helfen, diese Vision zur Realität werden zu lassen."
Hier finden Interessierte ein Porträt über Gelsenkirchen.
(yw) 23.01.2017









