Deutsches Zentrum Kulturgutverluste bekommt neuen ehrenamtlichen Vorstand
Der Stiftungsrat des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste hat Prof. Dr. Gilbert Lupfer zum ehrenamtlichen Vorstand berufen. Er folgt Prof. Dr. Uwe Schneede in der wissenschaftlichen Leitung der Stiftung zum 1. April 2017 nach. Schneedes Amtszeit endet wie vereinbart.
Kulturstaatsministerin Monika Grütters erklärt: "Mit dem Kunsthistoriker Professor Lupfer konnte eine fachlich außerordentlich profilierte und tatkräftige Persönlichkeit für die wissenschaftliche Leitung des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste gewonnen werden. Prof. Dr. Lupfer hat sich einen großen Namen in der Provenienzforschung mit dem Dresdner 'Daphne'-Projekt gemacht. Seine Erfahrungen in Forschung und wissenschaftlicher Kooperation sind beste Voraussetzungen dafür, dass das Zentrum seinen erfolgreichen Weg fortsetzt und sich national und international als zentraler Ansprechpartner und Förderer der Provenienzforschung in Deutschland weiter etabliert."
Seit ihrem Amtsantritt hat Staatsministerin Monika Grütters die Bundesmittel für Herkunftsforschung und die Rückgabe von Nazi-Raubkunst verdreifacht, von zwei auf jetzt sechs Millionen Euro jährlich.
Der gebürtige Stuttgarter Gilbert Lupfer ist außerplanmäßiger Professor für Kunstgeschichte an der TU Dresden. Seit 2008 leitet er das Provenienzrecherche-, Erfassungs- und Inventarisierungsprojekts "Daphne" der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. 2013 übernahm er die Leitung der Abteilung Forschung und wissenschaftliche Kooperation der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.
Die Stiftung Deutsche Zentrum Kulturgutverluste ist 2015 gemeinsam von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden errichtet worden, um vor allem die Provenienzforschung zu NS-Raubkunst in Deutschland zu stärken. Kulturstaatsministerin Grütters ist Vorsitzende des Stiftungsrats. Der hauptamtliche Vorstand leitet gemeinsam mit dem ehrenamtlichen Vorstand die Stiftung, wobei der ehrenamtliche Vorstand die fachlich-wissenschaftlichen Aufgaben verantwortet.
Yvonne Wodzak 08.02.2017










