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Städteranking: Berlin ist Spitzenreiter beim ökologischen Verkehr

Die Landeshauptstadt hat das nachhaltigste Verkehrsangebot in Deutschland. Trotz historisch niedriger Autodichte hat Berlin allerdings auch Lücken im öffentlichen Schienennetz. Insgesamt bauen die 14 größten Städte in Deutschland den ökologischen Verkehr zu unentschlossen aus. Das sind die zentralen Ergebnisse des von Greenpeace, Hamburg, veröffentlichten Städterankings, das im Auftrag des Hamburger Stadtplanungsbüro Urbanista erstellt wurde.

Unter den Top 5 befinden sich München, Köln, Frankfurt und Bremen. In Deutschlands zweitgrößter Stadt Hamburg (Platz 10) sind noch immer ganze Stadtteile vom leistungsfähigen ÖPNV abgeschnitten. Nordrhein-westfälische Städte wie Dortmund, Essen und Düsseldorf landen wegen schlechter Luft und ausbleibender Gegenmaßnahmen auf den hinteren Plätzen im Ranking. "Noch macht es keine der untersuchten Städte ihren Bewohnern leicht, ohne eigenes Auto auszukommen", sagt Daniel Moser, Greenpeace-Verkehrsexperte.

Ausbau des ÖPNV und des Radverkehrs notwendig

Die Interessengemeinschaft fordert Städte daher im Zuge der Untersuchung auf, auch ohne Hilfe des Bundes saubere Alternativen zum eigenen Auto zu fördern. "In modernen, lebenswerten Städte fahren künftig deutlich weniger Autos. Deshalb müssen schon heute saubere Alternativen wie geteilte E-Autos, ein gutes Netz an Radwege und ein attraktiver, leistungsfähiger ÖPNV gefördert werden", so Moser. Der konsequente Ausbau des Radverkehrs könne durch vergleichsweise geringe Kosten von Kommunen alleine gesteuert werden.

Weitere Maßnahmen könnten laut Greenpeace darin liegen, einen leistungsstarken und attraktiven Nahverkehr aufzubauen und dabei gleichzeitig die Flächen für private Autos zu reduzieren. Trotz erster positiver Ansätze für eine ökologische Verkehrswende, bliebe das eigene Auto zu häufig das Maß städtischer Verkehrsplanung. Die hohe Anzahl wachsender Städte bedeute eine Verschärfung bekannter Problemen wie lange Stauzeiten, hoher Flächenverbrauch, schlechte Luft und viel Lärm, so die Umweltschutzorganisation.

Das Greenpeace-Städteranking zur nachhaltigen Mobilität

Das Ranking basiert auf einem System von 22 Messgrößen, das Städte in drei Disziplinen bewertet. Dazu zählen das Angebot an neuen Mobilitätsformen wie Leihräder und -autos, der Schutz von Umwelt und Gesundheit gemessen etwa an der Belastung durch Stickoxide und Feinstaub und die Erreichbarkeit von leistungsfähigen U-, S- und Straßenbahnen. Die Analyse stützt sich dabei auf die jeweils jüngsten verfügbaren Daten. Weitere Informationen zum Ranking finden Interessierte hier.


 

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