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Wahlplakate rufen Zustimmung und Abneigung gleichermaßen hervor

Wahlwerbung ruft bei den Menschen nicht nur durchweg positive oder negative Emotionen hervor. Vielmehr beurteilen potenzielle Wähler einzelne Bestandteile von Wahlplakaten und bilden sich auf dieser Grundlage eine Meinung zur Partei. Das geht aus einer Analyse von Dialego hervor, die der Marktforscher in Zusammenarbeit mit Lightspeed GMI im Mitte April 2017 durchgeführt hat.

Für die Erhebung wurden sechs Plakate der Parteien SPD, CDU, Die Grünen, FDP, Die Linke und die AfD ausgewählt, die zwar in Nordrhein-Westfalen sichtbar sind, im Wesentlichen aber auf die Arbeit der Parteien in der Bundespolitik übertragbar sind.

Mittels CoCreation-Tool "VisualConceptMapping" und der Erstellung von sogenannten Heatmaps kamen die Institute zu dem Ergebnis, dass alle fast Wahlplakate genauso viele positive Beurteilungen erhielten wie auch negative Kommentare. Während bei der Wahlwerbung der Parteien CDU, Die Grünen, die FDP und Die Linke die negativen Aussagen (53-56 %) die positiven (44-47 %) ganz leicht überwogen (53-56 %), so stieß die SPD mit ihrem Plakat auf 51 Prozent der Zustimmung.

Ein deutliches Urteil hingegen fällten die Teilnehmer bei der AfD. Hier lagen die negativen Aussagen bei 83 Prozent. So wurde in unter anderem kritisiert, dass auf dem Plakat durch die Abbildung des Kölner Doms eine Verbindung zwischen Religion und Politik geschaffen wird. Die wenigen positiven Bemerkungen gelten der Verwendung eines Mädchens auf dem Motiv.

Weitere Informationen sowie Details zur Analyse finden Interessierte im Online-Report.

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Anja Lüth 28.04.2017

 

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