
Im Top 20-Ranking landet Hamburg auf Platz 1, Berlin belegt hingegen nur den 13. Platz; Foto: Murtaza Akbar, Wortwahl
Hamburg ist aktivste Social Media-Stadt
Im Bereich Social Media ist Hamburg Spitzenreiter unter den 20 einwohnerstärksten Städten Deutschlands. Das ergab eine Untersuchung der Agentur Wortwahl, Neu-Isenburg. Für das Ranking wurden sowohl die Follower- und Fanzahlen bzw. Abonnenten als auch die Interaktionsraten auf Facebook, Twitter und Instagram ermittelt und in Relation zueinander gesetzt. Das Team rund um Geschäftsführer Murtaza Akbar nahm dafür vom 24. April bis 8. Mai die offiziellen Social Media-Accounts der Städte unter die Lupe.
Viele Likes und Kommentare auf Hamburgs Facebook-Kanal
Facebook ist die meistgenutzte Plattform der deutschen Metropolen. Die Hansestadt an der Elbe zum Beispiel konnte vor allem mit diesem Auftritt punkten. So stellte sich heraus, dass rein statistisch jeder zweite Hamburger ein Fan der Seite ist (787.474 Fans bei 1.762.791 Einwohner). Zudem ist der Engagement-Index – also die Interaktionsrate in Form von Likes, Kommentaren und Reactions – auf diesem sozialen Kanal mit 16,44 Prozent besonders hoch. Die Bundeshauptstadt Berlin hingegen, die im Gesamtranking auf Platz 13 landete, hat bei 1.662.999 Fans nur eine Interaktion von 1,74 Prozent.
Frankfurt punktet auf Instagram
Eine weitere Plattform, die von allen untersuchten Städten genutzt wird, ist Instagram. Hier schnitten die Städte Frankfurt am Main, Berlin und Stuttgart am besten ab. So hat jeder Frankfurter rein statistisch schon sechs Fotos mit dem Hashtag #Frankfurt auf Instagram hochgeladen (4.433.250 Fotos bei 717.624 Einwohner = 6,18 Prozent). Für Berlin liegt der Wert bei 6,15, für Stuttgart 6,09 Prozent. Hamburg folgt knapp dahinter mit 4,42 Prozent.
Twitter ist nicht für alle Städte relevant
Ein Blick auf die Accounts beim Microblogging-Dienst Twitter zeigt, dass nicht alle untersuchten Städte diese Plattform als möglichen Kommunikationskanal wahrnehmen. So haben Wuppertal und Münster keinen offiziellen Auftritt, Dortmund hat im Beobachtungszeitraum keinen einzigen Tweet abgesetzt. Anders sieht es bei den Städten Frankfurt, München und Nürnberg aus, die Twitter aktiv nutzen. So weist die hessische Metropole auf, dass rein statistisch jeder vierte Frankfurter dem städtischen Account folgt (175.995 Follower bei 717.624 Einwohnern). Die Landeshauptstadt Bayerns sowie Nürnberg folgen mit 14,77 bzw. 14,45 Prozent.
Ausbau der Online- und Social Media-Kompetenz ist erforderlich
Die Ergebnisse zeigen, dass einige Städte bereits verstanden haben, wie wichtig die Social Media-Community für den eigenen Standort ist. Allerdings macht die Studie laut dem Kommunikationsexperten Akbar einmal mehr deutlich, dass Städte viele Chancen zum Dialog mit den Bürgern ungenutzt lassen. Er betont: "Städte müssen ihren Bürgern Social Media-Kanäle bieten, um auch mal einfach und informell Fragen stellen und Informationen online einholen zu können."
Akbar fordert deshalb mehr Online- und Social Media-Kompetenz sowie –Ausstattung für öffentliche Institutionen wie Städte und Kreise, da ihnen ohne dies ein Standortnachteil gegenüber anderen Städten entstünde. "Städte brauchen heute auch 'Social Media-Bürgerämter'. Da gibt es im öffentlichen Dialog mit den Bürgern noch sehr viel aufzuholen."









