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Prof. Dr. Martin Roth; Foto: Alexander Gronsky

Trauer um Museumsmanager Martin Roth

Der Museumsmanager Prof. Dr. Martin Roth, 62, ist am 6. August nach kurzer und schwerer Krankheit verstorben. Der habilitierte Kulturwissenschaftler führt zuletzt von 2012 bis 2016 das Londoner Victoria and Albert Museum. Zuvor machte er sich durch zahlreiche Ämter in Deutschland einen Namen.

Roth startete seine Museumskarriere 1989 am Deutschen Historischen Museum in Berlin, wo er unter anderem die Bismarck-Ausstellung im Gropius-Bau verantwortete. 1991 wurde er Direktor des Dresdener Hygienemuseum, das er zehn Jahre mit Erfolg leitete. 2001 übernahm er den Posten des Generaldirektors der Dresdner Kunstsammlungen und wurde damit Chef des zweitgrößten deutschen Museumsverbunds. Zudem hielt er seit 2003 eine Honorarprofessur für Kulturpolitik und Kulturmanagement an der Technischen Universität Dresden.

2012 erfolgte der Wechsel nach Großbritannien an das Victoria and Albert Museum, dem er zu neuem Glanz verhalf. Mit Ausstellungen zu David Bowie, Bob Dylan oder dem Modedesigner Alexander McQueen erzielte er Besucherrekorde.

Von Dresden, London und wieder Berlin aus machte Roth Weltkulturpolitik mit Ausstellungen in Russland und China, oder auch einer Kuratur für Aserbaidschan bei der Biennale in Venedig. Für sein Wirken um die kulturelle Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Großbritannien wurde Martin Roth 2016 mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet. Zuletzt war der gebürtige Stuttgarter ehrenamtlich als Präsident des in seiner Heimat ansässigen Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa) tätig.

 

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