
Die Jahreskampagne der DMG steht in diesem Jahr unter dem Motto "Dresden. Neues entdecken"; Foto: DMG
Tourismus in Dresden wächst nach zwei Jahren wieder
Die sächsische Landeshauptstadt verzeichnet für die Monate Januar bis Juni 2017 950.423 Ankünften, das entspricht einem Plus von 5,8 Prozent. Zudem zählte Dresden 1,91 Mio. Übernachtungen (+3,5 %) im ersten Halbjahr 2017. Damit wächst der Tourismus in Dresden nach 2015 wieder.
79,9 Prozent der Übernachtungen kommen aus dem Inland, konkret waren es im 1. Halbjahr 1,53 Mio. (+3,5 %), bei 758.430 Ankünften (+4,6 %). Ausländische Gäste generierten mit 384.729 Übernachtungen (+3,7 %) und 191.993 Ankünften (+10,6 %) einen Übernachtungsanteil von 20,1 Prozent.
"Die kommenden Monate werden zeigen, ob wir die Trendwende nach den vergleichsweise schwachen letzten zwei Jahren geschafft haben. Ein attraktives Städtereiseziel braucht außergewöhnliche Reiseanlässe – zwei solche haben wir aktuell mit der Eröffnung der Spielstätten im Kraftwerk Mitte Dresden und der Wiedereröffnung des Dresdner Kulturpalastes eingeführt. Besonders freut mich, dass diese Kulturinvestitionen von Touristen wie Einheimischen gleichermaßen angenommen werden", sagt Dirk Hilbert, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden. "Die Investitionen der 'Global Player' Bosch, Globalfoundries und Phillip Morris von zusammen über zwei Milliarden Euro verleihen auch dem Wirtschaftsstandort zurzeit eine unglaubliche Dynamik und werden sich künftig bei Übernachtungen und Kongressen niederschlagen."
USA, Schweiz und Österreich bleiben Top-3
Zu den Top-Auslandsmärkten gehören – gemessen an den Übernachtungen – die USA (absolut 35.582), gefolgt von der Schweiz (absolut 31.156) und Österreich (absolut 29.011). "Das gute Gesamtergebnis im ersten Halbjahr stimmt uns optimistisch. Schwankungen in den Monatsergebnissen zeigen jedoch, dass der Tourismus sehr sensibel auf globale Ereignisse und Veränderungen in den Zielmärkten reagiert. Die Menschen reisen wieder verstärkt und ohne Sicherheitsbedenken nach Deutschland, aber die Abwertung des Britischen Pfunds nach der Brexit-Entscheidung dämpft die Reiselust der Briten weiter", sagt Dr. Bettina Bunge, Geschäftsführerin der Dresden Marketing GmbH (DMG).
Dies sind Rahmenbedingungen, die auch den Dresden-Tourismus beeinflussen: Sicherheitssensible Märkte konnten zwar wieder Zuwächse generieren, wie die USA mit +0,9 Prozent in den Übernachtungen (+9,5 % in den Ankünften) und China mit +9,7 Prozent in den Übernachtungen (+49,1 % in den Ankünften), während die Übernachtungen aus Großbritannien im 1. Halbjahr 2017 um 12,4 Prozent zurückgegangen sind. Der größte Zuwachs unter den Top-Auslandsmärkten kommt aus Russland mit +41,4 Prozent in den Übernachtungen und +64,1 Prozent in den Ankünften.
Tourismusstudie wird im Frühsommer 2018 präsentiert
"Aktuell bereiten wir die touristische Jahresthemenkampagne für das kommende Jahr vor, intensivieren die Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Elbland und setzen unsere Vermarktungsmaßnahmen im Inland sowie unseren 15 Auslandsmärkten um", erklärt Bunge. So nimmt die DMG im Oktober an zwei Präsentationen vor Top-Reiseveranstaltern und Medienvertretern in Russland und China teil, begrüßt vor Ort in Dresden im September Medienvertreter aus Österreich und der Schweiz und wenige Wochen später eine Gruppe von Journalisten aus Deutschland. Als wichtige Basis für die künftige Tourismusstrategie wird die repräsentative Folgeerhebung der Studie "Wirtschaftsfaktor Tourismus" erstmals gemeinsam für Dresden und das Elbland umgesetzt und dann im Frühsommer 2018 präsentiert.

Nach 2015 verzeichnet Dresden wieder ein Plus bei den Übernachtungen
Rebekka Hans 28.08.2017










