
Städel-Baustelle, Sommer 2011; Foto: Norbert Miguletz © Städel Museum, Frankfurt am Main
Städel Museum schließt Finanzierung ab
Einen Monat vor der Eröffnung des Städel-Erweiterungsbaus für die Präsentation der Gegenwartskunst und nach der Wiedereröffnung des sanierten Altbaus Ende 2011 ist die Finanzierung des Gesamtprojekts abgeschlossen. Zum Abschluss überreichte heute der Städelsche Museums-Verein einen Scheck in Höhe von drei Millionen Euro an das Museum.
Um sämtliche potenzielle Geldgeber zu erreichen, startete das Städel Museum vor gut zweieinhalb Jahren die Kampagne "Frankfurt baut das neue Städel". Und die Kampagne zeigte Wirkung. Das rund 52 Millionen teure Projekt wurde durch die Untersützung von Unternehmen, Stiftungen und Bürgern zu 50 Prozent (rund 26 Millionen Euro) aus privaten Mitteln und zur anderen Hälfte aus öffentlichen Geldern finanziert. Die 52 Millionen setzen sich aus 34 Millionen für den Erweiterungsbau und 18 Millionen für Sanierung des Altbaus. Von den Sanierungskosten trägt Frankfurt 11,4 Millionen Euro; zum Erweiterungbau steuerte die Stadt fünf Millionen Euro hinzu.
"Mit dem erfolgreichen Abschluss einer auf vielen Säulen der Gesellschaft ruhenden Finanzierung, insbesondere dem mäzenatischen Engagement der Bürger und Körperschaften der Region Frankfurt/Rhein-Main ist dem Städel ein leuchtendes Beispiel für Kulturfinanzierung auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gelungen", sagt Prof. Nikolaus Schweickart, Vorsitzender der Administration des Städel Museums. Die Vorsitzende des Städelschen Museums-Vereins Sylvia von Metzler ergänzt: "Unsere 6.500 Mitglieder haben mit großem Elan mit angepackt und Spenden gesammelt. Darüber hinaus wurden durch das 'Städelkomitee 21. Jahrhundert' zahlreiche neue Werke für die Sammlung der Gegenwartskunst im Städel angekauft. Damit hat der 1899 gegründete Verein als ältester Förderer des Städel einmal mehr sein großes Engagement für das Bürgermuseum demonstriert.
Den finanziellen Grundstein für das Erweiterungsprojekt des Städel Museums legte die Gemeinnützige Hertie-Stiftung mit ihrer Zusage, den Neubau mit einer Summe von sieben Millionen Euro zu unterstützen. Das war im September 2007. Das Frankfurter Bankhaus Metzler und die Familie Metzler spendeten drei Millionen Euro. Hinzukamen weitere Hauptförderer. Dazu zählen KPMG, die Stiftung Polytechnische Gesellschaft (1 Million Euro), PricewaterhouseCoopers (500.000 Euro), die Deutsche Bank (500.000 Euro), das Immobilienunternehmen Tishman Speyer (500.000 US-Dollar), die Fazit-Stiftung (250.000 Euro) sowie die Royal Bank of Scotland (100.000 Euro). Auch viele private Mäzenen unterstützten das Projekt.
Yvonne Wodzak 25.01.2012










