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Bürger wollen Neuwahlen

Die Sondierungsgespräche für die so genannte Jamaika-Koalition aus CDU/CSU, Grünen und FDP sind gescheitert. Die Liberalen haben die Verhandlungen am Sonntagabend abgebrochen. Es sei besser, nicht zu regieren, als falsch zu regieren, so FDP-Chef Christian Lindner. In den gut vier Verhandlungswochen sei es nicht gelungen, eine Vertrauensbasis zu schaffen. Die Gräben zwischen FDP und Grünen seien zu groß gewesen.

Acht Wochen nach der Bundestagswahl ist unklar, wie es weitergeht. Die SPD lehnt eine große Koalition weiterhin kategorisch ab. Damit bleibt Kanzlerin Angela Merkel (CDU) die Möglichkeit, eine Minderheitsregierung entweder mit der FDP oder den Grünen zu bilden. Die zweite Möglichkeit sind Neuwahlen. Der Weg dorthin führt über den Bundespräsidenten. Merkel kündigte bereits an, Frank-Walter Steinmeier (SPD) im Laufe des Vormittags zu über den aktuellen Stand zu informieren.

Uns was wünschen sich die Bürger? Wie die Grafik von Statista zeigt, finden Neuwahlen über alle Anhänger hinweg die größte Zustimmung. Für die Bildung einer Minderheitsregierung sprechen sich laut Umfrage von Infratest Dimap unter CDU/CSU-Wählern noch 29 Prozent aus, während es bei FDP-Anhängern 15 und bei AfD-Wählern sogar lediglich sieben Prozent sind.


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(yw) 20.11.2017



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