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Prof. Maria Böhmer als Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission nominiert

Der Vorstand der Deutschen UNESCO-Kommission hat beschlossen, Prof. Dr. Maria Böhmer für das Amt der Präsidentin der Kommission vorzuschlagen. Die Wahl findet auf der Hauptversammlung der Kommission am 8. Juni 2018 in Bamberg statt.

Böhmer ist Staatsministerin im Auswärtigen Amt und Sonderbeauftragte für UNESCO-Welterbe, Kulturkonventionen und Bildungs- und Wissenschaftsprogramme. Ihre Zuständigkeit reicht von der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik über die Politik in den Vereinten Nationen und für Globales bis hin zur Außenwirtschaftspolitik und Fragen der nachhaltigen Entwicklung. In den Jahren 2014 bis 2015 wirkte sie als Vorsitzende der 39. Sitzung des UNESCO-Welterbekomitees in Bonn.

Von 2005 bis 2013 fungierte Böhmer als Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. Von 1990 bis 2017 war sie Abgeordnete des Deutschen Bundestages. Von 1992 bis 2016 gehörte Maria Böhmer dem ZDF-Fernsehrat an, von 2002 bis 2016 als dessen stellvertretende Vorsitzende. Seit 2017 ist sie Mitglied des Programmbeirats von ARTE Deutschland, seit 2014 Vorsitzende des Beirates der Kulturakademie Tarabya und Senatorin der Leibniz Gemeinschaft. Außerdem wirkt sie mit in den Kuratorien der Stiftung Lesen, Europäische Stiftung Kaiserdom zu Speyer, der Deutschlandstiftung Integration, der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und ist Vorsitzende des Kuratoriums der START-Stiftung.

Böhmer studierte Mathematik, Physik, Pädagogik und Politikwissenschaften (Staatsexamen) und wurde im Fach Pädagogik promoviert. Nach Forschungsaufenthalten in Cambridge und Augsburg habilitierte sie sich 1982 in Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Seit 2001 ist sie Professorin für Pädagogik in Heidelberg.

 

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