Hochschulen als Anbieter von Weiterbildung immer attraktiver

Demnach bieten 48 Prozent der Hochschulen betriebliche Weiterbildung an. Das ist rund die Hälfte der Hochschulen in Deutschland. Drei Viertel der Universitäten und Fachhochschulen erwarten bei der betrieblichen Weiterbildung in der Zukunft einen wachsenden Markt. Aktuell würden 23 Prozent der befragten 245 Unternehmen bei ähnlichen Angeboten eine Hochschule bevorzugen, und keinen privaten Anbieter wählen. Lediglich 15 Prozent der Firmen sehen das anders und würden sich für einen privaten Anbieter entscheiden. Ein Großteil der Studienteilnehmer aus der Wirtschaft zeigt dagegen keine eindeutige Präferenz.

Foto: Stifterverband
Kooperationen zwischen Hochschulen als Anbieter und den Unternehmen auf der Nachfrageseite bieten eine große Chance für beide Seiten. Diese wird aber noch nicht ausgeschöpft. Zu wenig Personal und begrenzte Startfinanzierung werden mit Abstand als größte Hindernisse für Weiterbildungskooperationen angegeben. Die Expertise zeige, dass die betriebliche Weiterbildung in Deutschland noch nicht alle Chancen nutzt, sagt Volker Meyer-Guckel, stellvertretender Generalsekretär des Stifterverbandes. Dies betreffe sowohl die technologischen Möglichkeiten, wie auch die Bedürfnisse in der Arbeitswelt von morgen – etwa Industrie 4.0. "Die Arbeitswelt ändert sich drastisch, ebenso Bildungsprozesse. Die betriebliche Weiterbildung muss darauf reagieren", so Meyer-Guckel.Neue Technologien kommen in der betrieblichen Weiterbildung bisher nur selten zum Einsatz: So liegt der E-Learning-Anteil bei der Mehrheit der Betriebe unter 10 Prozent. Durch den digitalen Wandel verändern sich vor allem die Anforderungen an Arbeitnehmer deutlich. Bisher nehmen das aber nur eine Minderheit der befragten Unternehmen zum Gegenstand der betrieblichen Weiterbildung auf. Der Trendmonitor Weiterbildung steht ab sofort kostenlos hier zur Verfügung.
(af) 31.01.2018










