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Deutschland bleibt das beliebteste Reiseziel; Foto: Stiftung für Zukunftsfragen

34. Tourismusanalyse: Deutschland bleibt beliebtestes Reiseziel

Die in Hamburg ansässige Stiftung für Zukunftsfragen hat ihre 34. Tourismusanalyse vorgestellt. Die Ergebnisse zeigen: Deutschland bleibt auf Platz Eins der beliebtesten Reiseziele der Bundesbürger. Zudem haben noch nie so viele Deutsche eine Fernreise unternommen wie in den vergangenen zwölf Monaten (13,1 %). Parallel hierzu erhöhten sich auch die durchschnittliche Reisedauer und die Urlaubskosten, die außerdem einen neuen Höchstwert erreichten. Befragt wurden mehr als 3.000 Personen ab 14 Jahren in persönlichen Interviews (face-to-face) zum eigenen Reiseverhalten.

Mehr als jeder dritte Reisende (34 %) verbrachte seinen Haupturlaub zwischen Alpen und den Küsten. Innerhalb der deutschen Feriengebiete konnten die bayrischen Ferienziele ihren Spitzenplatz zurückerobern und sind wieder die beliebteste deutsche Urlaubsregion (9 %). Aber auch die Küste und Seen in Mecklenburg-Vorpommern verzeichneten einen weiteren Gästeanstieg (7,5 %). Auf dem Niveau des Vorjahres bewegen sich die Zahlen in Schleswig-Holstein und Niedersachsen, während in Baden-Württemberg weniger Bundesbürger ihren Haupturlaub verbrachten.

34 Prozent der Deutschen verbrachten ihren Haupturlaub im vergangenen Jahr in der Bundesrepublik. Diese 34 Prozent teilen sich nochmals in die Bundesländer auf: Bayern steht mit neun Prozent auf dem ersten Platz; Foto: Stiftung für Zukunftsfragen

Auslandsreiseziele 2017: Fernreisen immer beliebter

In Europa konnten die spanischen Urlaubsgebiete sich erneut als beliebtestes Reiseziel der Bundesbürger behaupten. Etwa jeder siebte Reisende verbrachte seinen Urlaub auf den Balearen, Kanaren oder dem spanischen Festland. Dennoch sind Spanien, Italien und Österreich leicht in der Gunst der Urlauber gesunken. Einen weiteren deutlichen Rückgang der Gästezahlen musste die Türkei verzeichnen (2016: 4,4 %, 2017: 3,6 %), wodurch die früheren Höchstwerte in weite Ferne rücken.
Die Gewinner der Saison 2017 sind die Fernreisen: Noch nie waren mehr Bundesbürger außerhalb Europas im Urlaub (13 %). Besonders profitieren konnten hiervon Destinationen in der Karibik und im Nahen Osten, z.B. Dubai, sowie Ziele in Nordafrika wie Ägypten, die ihre Talsohle durchschritten haben und wieder mehr deutsche Urlauber begrüßen konnten. Die stärksten Zuwächse lassen sich jedoch in süd- und ostasiatischen Destinationen nachweisen – von China über Thailand bis nach Indonesien, Sri Lanka oder den Malediven.

Höchste Reiseintensität und steigende Urlaubskosten

Im Vergleich zu den Vorjahren erhöhte sich die Reiseintensität noch einmal auf insgesamt 58 Prozent. Am reisefreudigsten zeigten sich hierbei die 35- bis 54-Jährigen, von denen 63 Prozent eine Urlaubsreise von wenigstens fünf Tagen unternahmen. Durchschnittlich 13 Tage waren die Bundesbürger bei ihrem Haupturlaub unterwegs. Damit stieg zum vierten Mal in Folge die Reisedauer leicht an. Besonders lange vor Ort waren hierbei die jüngeren Reisenden und kinderlosen Paare. Parallel zu mehr Fernreisen und längeren Aufenthalten stiegen auch die Urlaubskosten. Mit durchschnittlich fast 1.200 Euro wurde dabei ein neuer Höchstwert erreicht.

Reiseprognose 2018: Zuwachs bei Gästezahl, weiche Faktoren und der demographische Wandel

Für das Reisejahr 2018 zeichnen sich in vielen Destinationen Zuwächse in der Gästezahl ab. Bereits jetzt ist sich schon fast jeder zweite Bundesbürger sicher, in diesem Jahr zu verreisen, und plant seinen Urlaub. 37 Prozent sind gegenwärtig noch unsicher, ob sie überhaupt verreisen oder unentschlossen, wo sie dieses Jahr ihren Urlaub verbringen werden, und bieten so für Anbieter noch viel Potenzial.

"Das Reisejahr 2018 verspricht weitere Zuwächse, wobei die Wahl des Reiseziels weiterhin von der Sicherheitssituation vor Ort abhängig bleibt", sagt Dr. Ulrich Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung. Neben der Sicherheit würden in Zukunft auch weitere weiche Faktoren wie die Gastfreundlichkeit und Atmosphäre in der Wahl des Urlaubsziels eine wichtige Rolle spielen, so Reinhardt. Zudem sei das Thema Nachhaltigkeit den Deutschen präsenter als noch vor einigen Jahren, habe aber dennoch einen geringen Stellenwert. "Nachhaltigkeit wird immer wichtiger, jedoch ist es erst der zweite Schritt, sich auch im Urlaub dementsprechend zu verhalten", sagt Reinhardt. Für die Destinationen sei auch der demographische Wandel ein Aspekt, den sie zukünftig stärker berücksichtigen sollten: "In unserer Studie teilen wir Senioren in unterschiedliche Gruppen auf. Auch die Tourismusdestinationen sollten sich auf verschiedene Zielgruppen von Senioren einstellen."

 

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