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"Nur wenn eine Stadt lebt, wird sie zukunftsfähig bleiben"

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In der aktuellen Ausgabe von PUBLIC MARKETING 1-2/2018 berichtet Bernadette Spinnen, Bundesvorsitzende der Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland (bcsd), über die aktuellen Themen im Stadtmarketing und in der Verbandsarbeit, zum Beispiel die Belebung der Innenstädte und der Umgang mit dem digitalen Wandel, die künftige Positionierung des Stadtmarketings und wie ein ideales Zusammenspiel von Stadt und Handel aussehen könnte.

Public Marketing: Welche Themen stehen 2018 auf der bcsd-Agenda?
Bernadette Spinnen: Unser ganz zentrales Thema auch in 2018 bleibt unser Markenversprechen: „Stadt ist Leben!“ Das betrifft das Zukunftsverhältnis von Stadt und Innenstadthandel, das betrifft die Frage, wie man die digitalen Veränderungen für eine gute Stadtperformance nutzt, aber auch die Frage, was ein Stadtmarketing für die Kultur des Zusammenlebens in der Stadt tun kann. Außerdem erscheint in diesen Tagen unser Praxishandbuch „City und Stadtmarketing“, in dem zu allen wichtigen Themen Grundlegendes und Praktisches aufbereitet ist.

Public Marketing: Welches Schwerpunktthema wird der Deutsche Stadtmarketingtag haben? Können Sie uns schon nähere Informationen zur Veranstaltung geben?

Bernadette Spinnen: Der Deutsche Stadtmarketingtag in Aachen wird sich mit dem Thema „Stadtkultur“ beschäftigen und der Frage nachgehen, wie sich das Stadtmarketing der Zukunft (neu) ausrichten muss. Unter Stadtkultur verstehen wir dabei nicht etwa die Summe der Kulturinstitutionen und Kulturveranstaltungen in einer Stadt, sondern es geht uns um die Kultur des Zusammenlebens. Und unsere Vermutung ist, dass sich das künftige Stadtmarketing fragen lassen muss, ob und wie es zu einer guten Stadtkultur beiträgt. Und da geht es um weit mehr als die Bewerbung verkaufsoffener Sonntage oder die touristische Kommunikation.

Public Marketing: Die Entwicklung des Handels und die damit verbundene Belebung der Innenstädte ist sicher ein Thema, das kontinuierlich die Arbeit der bcsd prägt. Vor allem die verkaufsoffenen Sonntage werden weiterhin kontrovers diskutiert. Wie begleitet der Verband diese Diskussion?

Bernadette Spinnen: Bei diesem Thema hat die bcsd sich stark eingebracht: Wir haben für unsere Mitglieder einen Handlungsleitfaden zur ordnungsgemäßen Beantragung der verkaufsoffenen Sonntage herausgegeben und es gibt auch Beispiele, bei denen diese Hinweise offenbar zu gerichtsfesten Anträgen geführt haben. Wir haben auf Bundes- und auf Landesebene zahlreiche Ministergespräche begleitet, waren zu vielen runden Tischen eingeladen und haben eng abgestimmt mit der IHK und dem Handelsverband Deutschland unsere Position vertreten. Aber es bleibt dabei: Nur eine einheitliche und verbindliche Regelung auf der Bundesebene wird diese Frage lösen können. Und nicht zuletzt: Die City- und Stadtmarketing-Organisationen und der Handel vor Ort sollten ihren Fokus nicht ausschließlich auf den verkaufsoffenen Sonntag legen. Für die Zukunft der Innenstadt ist eine Menge Kreativität der Handelnden in Bezug auf die Gestaltung und Belebung des analogen öffentlichen Raums gefragt.

Das komplette Interview lesen Interessierte in der aktuellen PUBLIC MARKETING-Ausgabe 1-2/2018. Darin ist unter anderem auch ein Beitrag zur neuen "Allianz für Innenstädte" der Partner Deutscher Städte- und Gemeindebund (DstGB) und Handelsverband Deutschland (HDE) zu finden.



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(yw) 22.02.2018




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