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Die Zukunft des Reisens wird schneller und digitaler

Mehr als jeder zweite Deutsche (56 %) glaubt, dass autonom fahrende Autos auf digitalen Autobahnen bis zum Jahr 2030 Realität sein werden. Wenn der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind, würden sich 38 Prozent der Deutschen sogar in den Urlaub beamen. Zu diesen und weiteren Ergebnissen kommt eine internationale Marktstudie von Travelzoo, ein weltweiter Herausgeber von exklusiven Reisedeals mit Hauptsitz in New York/USA, in Kooperation mit der ITB Berlin, die Menschen zur Zukunft des Reisens befragt hat. Befragt wurden im Januar 2018 rund 6.000 Menschen in den USA, Kanada, Großbritannien, Deutschland, Frankreich und Spanien.

Zweifel gegenüber zukünftigen Transportmitteln

Nur sechs Prozent glauben allerdings, dass Beamen bis zum Jahr 2030 Realität sein wird. Bei anderen Zukunftsvisionen überwiegen ebenso die Zweifel: An Flugzeuge, die elektrisch oder mit sogenannten grünen Treibstoffen betrieben werden, glaubt jeder Dritte (34 %). Für Hyperloop-Hochgeschwindigkeitsröhren, die mit 1.200 km/h beispielsweise die Strecke von Hamburg nach Köln in 30 Minuten bewältigen würden, könnten sich zwar 38 Prozent der Deutschen begeistern. Aber nur knapp jeder Vierte glaubt, dass Überschall-Züge in den kommenden zwölf Jahren tatsächlich eine realistische Option sein werden. Unter den deutschen Befragten zeigen sich Männer und Jüngere im Alter zwischen 18 und 34 Jahren revolutionären Reiseideen und -möglichkeiten gegenüber deutlich aufgeschlossener als Frauen und ältere Umfrageteilnehmer.
"Digitalisierung, Automatisierung und künstliche Intelligenz – technologische Fortschritte revolutionieren viele Bereiche des Lebens, auch im Transportwesen", sagt Christian Smart, Geschäftsführer von Travelzoo Deutschland. Allerdings sei hier noch viel Überzeugungsarbeit nötig. Zwar würden 58 Prozent der Deutschen automatisierte Verkehrsmittel nutzen wollen, ein erheblicher Anteil (41 %) hätte aber ein ungutes Gefühl dabei. Mit einem Drohnen-Taxi würden in Deutschland derzeit nur zwölf Prozent reisen wollen, in autonom fliegenden Flugzeugen ohne Piloten an Bord lediglich sechs Prozent.

Hohe Erwartungen an die Technisierung der Reisebranche

Beim Urlaub selbst können sich die Deutschen vorstellen, dass so manche Zukunftsvision wahr wird: Urlaube in Unter- oder Überwasserwelten halten 40 Prozent für ein realistisches Szenario, ebenso Urlaube in der virtuellen Realität, bei denen man "reist" ohne das eigene Zuhause verlassen zu müssen (37 %). Ferien auf fernen Planeten oder Raumstationen halten die meisten jedoch für reine Science-Fiction – nur sieben Prozent glauben daran, dass Weltraumreisen bis zum Jahr 2030 Realität werden.

"Die Erwartungshaltung der Menschen, dass technische Innovationen das Reisen bis zum Jahr 2030 prägen und verändern werden, ist groß", sagt Smart. Intelligente Hotelzimmer, die sich den persönlichen Präferenzen des Gastes automatisch anpassen, wünscht sich fast jeder Zweite (48 %). 39 Prozent der Deutschen möchten gerne per Gesichtserkennung im Hotel für Dienstleistungen bezahlen und Zugang zum Zimmer erhalten. Dass implantierte Chips künftig den Reisepass oder Personalausweis ersetzen, hält jeder Dritte für realistisch. Ebenso viele gehen davon aus, dass schon in wenigen Jahren ein Chip im Ohr fremde Sprachen simultan übersetzt.

Die Zukunft des Reisens ist eines der zentralen Themen auf dem diesjährigen ITB Kongress. Joel Brandon-Bravo, Managing Director Travelzoo UK, stellt deshalb am 7. März 2018 die Ergebnisse der internationalen Studie auf der ITB vor.

 

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