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Weibliche Bundesminister in Social Media beliebter

Fünf der sechs beliebtesten Bundesminister in den sozialen Netzwerken sind Frauen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Monitoring-Unternehmens VICO Research & Consulting mit Sitz in Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart, das dazu rund 266.000 Social-Media-Beiträge ausgewertet hat. An der Spitze der Beliebtheitsskala steht jedoch ein Mann: Gerd Müller (CSU), Bundesminister für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit. Heiko Maas (SPD) und Ursula von der Leyen (CDU) schneiden hingegen besonders schlecht ab.

Laut den Ergebnissen besitzt Gerd Müller damit als einziger Minister der aktuellen Bundesregierung eine überwiegend positive Wahrnehmung. Auf Platz zwei folgt Julia Klöckner mit 33 Prozent positiven Beiträgen, Anja Karliczek dahinter auf dem dritten Platz (25 %). Damit sind die drei aktuell beliebtesten Bundesminister im Netz alle Unions-Politiker.

Von den männlichen Ministern werden außer Gerd Müller nur Peter Altmeier und Hubertus Heil zu über zehn Prozent positiv wahrgenommen. Peter Altmeier wird unter anderem vorgeworfen, nicht genug qualifiziert für den Posten des Wirtschaftsministers zu sein, Hubertus Heil wird als Politiker unter anderem aufgrund seiner gescheiterten Wahlkämpfe kritisiert.

Spahn, Seehofer, von der Leyen und Maas: Die unbeliebtesten Bundesminister im Netz

Die sechs Bundesminister, die im Netz am negativsten wahrgenommen wurden, sind Olaf Scholz, Andreas Scheuer, Horst Seehofer, Jens Spahn, Ursula von der Leyen und Heiko Maas. Nur rund drei Prozent aller wertenden Beiträge zu Ursula von der Leyen waren positiver Natur, in Bezug auf Heiko Maas waren es nur zwei Prozent. Maas wird noch immer aufgrund seiner Arbeit als Justizminister kritisiert, wie die Studie zeigt.

Marc Trömel, Geschäftsführer von VICO Research & Consulting, sagt: "Die sozialen Netzwerke bieten gerade für aktive Politiker die Möglichkeit, mit den Bürgern in Kontakt zu treten, Volksnähe zu demonstrieren und so möglicherweise auch das eigene Standing in der Bevölkerung zu verbessern. Wir haben zudem feststellen können, dass rechte Hetzer für einige dieser negativen Stimmen verantwortlich sind. Sie machen der Regierung in teilweise verschwörungstheoretischen Ansätzen erhebliche Vorwürfe. Gegenstimmen dazu gibt es nur vergleichsweise wenig – was wiederum eine Indikation für die zu geringe Aktivierung der eigenen ‚Fanbasis‘ sein kann."

Um die Netz-Stimmen zu den aktuellen Bundesministern zu analysieren, hat VICO Research & Consulting zwischen dem 1. März und dem 16. April 2018 öffentliche Beiträge aus sozialen Netzwerken wie Twitter, Facebook oder Google+ sowie aus Blogs, Foren, News-, Q&A-, Video- und Bild-Portalen analysiert.


Die Tabelle zeigt die Beliebtheit der Bundesminister in absteigender Reihenfolge. Der Beliebtheitswert definiert den Anteil positiver Beiträge an allen positiven und negativen Beiträgen

 

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